So gelingt der Start

1. Erwarten Sie nicht zu viel von sich selbst. Kinder brauchen keine perfekten Eltern. Unsicherheiten sind in den ersten Wochen ganz natürlich.

2. Die Wohnung muss nicht tipptopp aussehen.
Was Sie nicht schaffen, bleibt eben liegen.

3. Lassen Sie sich von Besuchern verwöhnen statt sie selbst zu verwöhnen.

4. Ruhen Sie sich tagsüber aus, wenn das Baby schläft.

5. Teilen Sie alle Aufgaben partnerschaftlich.

6. Nehmen Sie Hilfsangebote von Eltern, Freunden und Nachbarn an.

7. Halten Sie Kontakt zu anderen jungen Eltern. Anderen geht es ähnlich –
diese Erfahrung kann entlasten.

Stillen

Nahrhafte Zärtlichkeit

Nahrhafte ZärtlichkeitSäuglinge haben ein großes Bedürfnis nach körperlicher Nähe, Zärtlichkeit und Berührung. Eine Mutter, die ihr Kind stillt, gibt ihm auf natürliche Weise nicht nur Nahrung, sondern auch Geborgenheit und Wärme. Eine anfängliche Unsicherheit beim Stillen ist normal. „Ist mein Kind wirklich satt?“ Das fragt sich manche Mutter. Auch Probleme wie Milchstau in der Brust, wunde Brustwarzen oder zu viel Milch können eine stillende Mutter zur Verzweiflung bringen. Unterstützung und fachkundigen Rat findet sie bei ihrer Hebamme, in einer Stillgruppe, im Gespräch mit anderen stillenden Müttern, beim Kinderarzt oder der Kinderärztin. Es lohnt sich, die oft schwierigen Anfänge des Stillens durchzustehen, denn Muttermilch enthält alles, was der Säugling braucht.

Mit ihr bekommt das gestillte Kind Abwehrstoffe, die vor Infektionen, Verdauungsstörungen und Allergien schützen. Die Nährstoffe sind ideal auf den Stoffwechsel des Kindes eingestellt. Und die früher gefürchteten Schadstoffe in der Muttermilch bedeuten heute für die allermeisten Babys keine Gefahr mehr.

Stress und Unruhe schaden der stillenden Mutter. Vor und nach jedem Stillen das Kind zu wiegen ist unsinnig. Einfache Faustregel beim Stillen ist: Die Nachfrage regelt das Angebot.

Je öfter das Kind angelegt wird, umso mehr Milch wird produziert. So ist es auch möglich, Zwillinge ein halbes Jahr lang voll zu stillen.

Wenn das Baby mehrmals täglich eine nasse Windel hat, bekommt es genügend zu trinken. Stillkinder können im übrigen mehrere Tage hintereinander keinen Stuhlgang haben, bei manchen ist die Windel gleich mehrmals am Tag voll. Der Stuhlgang ist dünnflüssig und oft gelblich – kein Grund zur Beunruhigung.

Beim Stillen sollte auf eine bequeme rückenschonende Haltung geachtet werden. Die Mutter kann zum Beispiel einen Hocker unter die Füße stellen, den Arm auf eine Lehne stützen oder ein Kissen auf das Knie legen. Eine ungünstige, angespannte Haltung der Mutter kann den Milchfluss erschweren und wunde Brustwarzen hervorrufen. Da spätestens beim Stillen der Durst kommt, sollte man sich immer etwas zum Trinken bereithalten.

Stillen ist keine sichere Verhütungsmethode. Mütter, die voll stillen, haben gewöhnlich nicht vor sechs Monaten nach der Geburt ihren ersten Eisprung. Aber es gibt gelegentlich Frauen, die ihn schon vorher haben.

Übrigens: Auch Kinder, die nicht an der Brust trinken, sondern die Flasche bekommen, brauchen den unmittelbaren Hautkontakt mit Mutter oder Vater. Er ist von großer Bedeutung für ihre seelische Entwicklung.