

Schlafen
Die erste Nacht ohne Geschrei
Nichts zermürbt Eltern mehr als fehlender Schlaf. Umso ungeduldiger warten sie auf die Nacht, in der ihr Baby endlich durchschläft – zumindest für sechs bis acht Stunden. Manche Kinder schaffen das schon im ersten Monat, andere erst im fünften, andere noch später; das hängt vor allem von Reifungsprozessen im Gehirn ab. Eltern unterstützen diese Entwicklung, wenn sie

- sich um einen regelmäßigen
Tagesablauf bemühen, - das Zimmer nicht abdunkeln,
wenn ihr Kind tagsüber schläft, - die Alltagsgeräusche in der
Schlafzeit nicht künstlich dämpfen, - ihr Kind versorgen, aber nicht mit ihm
spielen, wenn es nachts aufwacht, - dabei nur Schummerlicht machen.
Bewährt hat sich in vielen Familien auch ein Einschlafritual. Es könnte zum Beispiel aus einer Babymassage, dem Anziehen des Schlafanzugs, einem Schlaflied oder dem Kreuzzeichen auf Babys Stirn bestehen – immer in der gleichen Reihenfolge.
Für ganz wichtig halten Entwicklungspsychologen, dass Babys eine eigene „Einschlafkompetenz“ erwerben. Das verlangt vor allem: Die Eltern müssen sie möglichst von Anfang an zum Einschlafen ins Bett legen – und sie nicht etwa stillen, herumtragen oder gar spazieren fahren, bis sie endlich eingeschlafen sind. Sonst lernen die Kinder nämlich nicht, ohne diese Hilfen allein wieder einzuschlafen, wenn sie nachts aufwachen.






