Teddy und Co.

Heißgeliebte Schmuselumpen

Heißgeliebte Schmuselumpen

Einjährige haben’s schwer. Je weiter sie in der Wohnung herumkommen, desto häufiger gibt’s Ärger mit den Eltern. Im Klo dürfen sie nicht matschen, die Knöpfe der Stereoanlage nicht drücken – ständig heißt es „Nein“. Zum Jammern.

Gut, dass sie wenigstens den Teddy haben. Oder das zerschlissene alte Tuch. Oder sonst etwas Weiches, das so wunderbar nach Geborgenheit riecht. Von diesen allzeit bereiten Tröstern lassen sich die Kinder entschädigen für die Enttäuschungen, die die Eltern ihnen zumuten. Oder sie lassen ihre Wut an ihnen aus und zausen sie kräftig – anstelle von Mama oder Papa. Die Psychologen sprechen deshalb von „Übergangsobjekten“, die den Kindern eine Zeit lang als Eltern-Ersatz dienen.

Heißgeliebte SchmuselumpenMit ihrer Hilfe lernen Einjährige, Gefühlstiefs aus eigener Kraft zu bewältigen – eine erstaunlich kreative Leistung und ein großer Schritt auf dem Weg zu einer ausgeglichenen Persönlichkeit. Den schmuddeligen „Schmuselumpen“ in die Waschmaschine oder gar in den Mülleimer zu befördern, würde diese Entwicklung empfindlich stören.