Beten

Vor dem Schlafen ein Kreuzzeichen auf die Stirn

Beten ist so etwas wie eine Pause im Leben. Das Gebet kann zu den schönsten Momenten im Miteinander von Eltern und Kindern werden. Das kommt jedoch nicht von selbst, sondern muss schon früh begonnen und ausprobiert werden.

Wenn Eltern ihr Kind abends ins Bett bringen, ihm eine gute Nacht wünschen und vielleicht noch ein Küsschen geben, stellt sich möglicherweise das Gefühl ein, dass da noch irgend etwas fehlt. Aus diesem Gefühl heraus lesen viele Väter und Mütter ihren Sprösslingen noch eine Gute-Nacht-Geschichte vor oder ziehen an der Spieluhr. Man kann in dieser Zeit aber auch von und mit Gott sprechen und sich dadurch nicht nur vertrauensvoll dem Schlaf, sondern ebenso vertrauensvoll Gott überlassen. Die Mutter oder der Vater kann dem Kind vor dem Einschlafen ein Kreuzzeichen auf die Stirn machen und dabei zum Beispiel sagen: „Der liebe Gott hat dich ganz, ganz lieb.“ So kann eine andächtige Atmosphäre entstehen, die Gott Raum gibt und das Kind spüren lässt, dass es außer den Eltern noch einen Größeren gibt, bei dem es sich geborgen fühlen darf. Und obwohl es die Bedeutung des Wortes und des Kreuzzeichens (noch) nicht versteht, spürt es, dass hier etwas ganz Wichtiges geschieht und ein grundlegendes Geheimnis angesprochen ist.

Wie der Abend können auch der Morgen oder das Zusammensein bei Tisch Anlässe zum Gebet sein. Und nicht immer muss es rituell gestaltet sein, sondern kann auch frei formuliert werden. Alles, was Kinder und Eltern an Schönem und Leidvollem erleben, können sie vor Gott bringen. „Heute strahlt die Sonne so toll und der Himmel ist so blau, dass es eine Freude ist. Danke schön, lieber Gott, für diesen Tag.“ Oder: „Benjamins Katze ist überfahren worden, und Benjamin ist jetzt ganz traurig. Vater im Himmel, lass ihn mit seiner Trauer nicht allein.“

Je mehr Gott ganz natürlich und ungezwungen zur Sprache gebracht wird, um so vertrauter und selbstverständlicher können für das Kind später das Sprechen mit Gott und das Gebet werden.

Anregungen zum Beten mit Kindern finden Eltern in guten religiösen Kinderbüchern. Bei der Suche danach helfen der Fachbuchhandel, die Bücherei der Pfarrgemeinde oder die Kindergebetbuch-Empfehlungen der borro medien gmbh, die Sie auf www.borromedien.de finden.