Frei für Pflege

Berufstätige gesetzlich versicherte Eltern von Kindern bis 12 haben je nach Zahl ihrer Kinder Anspruch auf bis zu 25 Tage Freistellung für die Betreuung kranker Kinder. Fragen Sie Ihre Krankenkasse.

Krankheit

Nicht vor jedem Schnupfen flüchten

Nicht vor jedem Schnupfen flüchtenDie Welt, in der ein Kind heranwächst, ist voll von Krankheitserregern. Je älter es wird und mit je mehr Menschen es in Kontakt kommt, desto mehr muss es sich mit Viren und Bakterien auseinander setzen. Die Folge: Husten, Schnupfen, Heiserkeit, Durchfall, Windpocken oder andere Kinderkrankheiten.

Krankheiten kosten Kind und Eltern Kraft und Nerven. Mütter und Väter sollten dennoch nicht versuchen, ihr Kind vor jeder Ansteckung zu bewahren. Krankheiten sind für den Aufbau der körpereigenen Abwehrkräfte notwendig; je häufiger sich der Körper in den ersten Lebensjahren mit Erregern auseinander setzen muss, umso stärker wird sein Immunsystem angeregt.

Oft spüren Eltern schon sehr früh, dass ihr Kind krank ist. Es isst schlechter, schläft unruhig, ist quengelig oder auffallend ruhig. Die Kinder selbst sagen dann: „Bin müde!“, „Mag nicht essen!“, „Mein Bauch tut weh!“ Nun ist „Bauchweh“ nicht immer wirklich Bauchweh. Gerade in den ersten Lebensjahren klagen Kinder bei vielen Krankheiten über Schmerzen in der Bauchgegend. Manchmal handelt es sich tatsächlich um einen Magen-Darm-Infekt, manchmal aber um andere Erkrankungen, die von Störungen im Magen-Darm-Bereich begleitet werden.

Viele Erkrankungen, auch Kinderkrankheiten, verlaufen zu Beginn ähnlich. Sie verursachen Fieber, Abgeschlagenheit, Ess- und Schlafstörungen. Oft ergibt erst die weitere Beobachtung die richtige Diagnose. Nicht immer gelingt es daher dem Kinderarzt, durch seine Untersuchungen die Krankheit sofort genau zu bestimmen.

Und wie verhalten Eltern sich am besten?

  • Sie sollten den Arzt möglichst genau über ihre Beobachtungen informieren.
  • Schmerzmittel und andere Medikamente sollten nicht ohne ärztlichen Rat gegeben werden, solange die Krankheitsursache unklar ist.
  • Feste Nahrung ist für kranke Kinder meist weniger wichtig als Flüssigkeit.
    Ist das Kind erst wieder gesund, beginnt es erfahrungsgemäß von sich aus wieder mit dem Essen. Vor allem bei Fieber und Durchfall sollten die Eltern darauf achten, dass das Kind viel trinkt.