

Einschlaf-Probleme
Noch gar nicht müde
Die Abneigung vieler Zweijähriger gegen das Schlafengehen kann ihre Eltern ganz schön nerven. Mal müssen sie noch trinken, mal bellt draußen ein Hund, und überhaupt sind sie gar nicht müde …
Tatsächlich schätzen viele Eltern den Schlafbedarf ihrer Kinder falsch ein. Laut Lehrbuch schlafen Zweijährige nachts elf und tagsüber anderthalb Stunden. Manche brauchen aber mehr Schlaf, andere viel weniger; einige kommen sogar ohne Mittagsschlaf aus. Und jedes Kind, betonen Schlafforscher, kann nur so viel schlafen, wie seine Natur verlangt. Kleine Nachtschwärmer lassen sich deshalb nicht einfach zur gewünschten Zeit ins Bett verfrachten. Eltern, die Wert auf einen ruhigen Abend zu zweit legen, versuchen besser, ihr Kind morgens oder mittags nach und nach früher zu wecken, damit es abends wirklich müde ist.
Die zweite große Einschlafhürde ist die Angst. Zweijährige erleben schon manches, was ihr Zutrauen in die Welt erschüttert: schimpfende Erwachsene, fauchende Katzen, Kinder, die ihnen weh tun. Umso mehr fürchten sie die Dunkelheit mit ihren rätselhaften Schatten und Geräuschen.
Dagegen hilft nur die ständige Versicherung der Eltern: „Wir sind bei dir.“ Beruhigen kann Kinder auch ein liebevolles Gute-Nacht-Ritual (siehe Elternbrief 2), ein Kuscheltier im Bett oder eine spaltbreit offene Tür, durch die Licht und vertraute Geräusche ins Zimmer dringen – aber nicht die eines dramatischen Fernsehkrimis!






