Aufräumen

(Un-)Ordnung muss sein

(Un-)Ordnung muss seinMutter: „Zum Donnerwetter, Kinder, im Wohnzimmer sieht es ja schon wieder aus wie in einer Räuberhöhle!“ Antwort: „Genau, Mami, das spielen wir ja gerade!“ Kinder sehen Ordnung anders als Erwachsene. Natürlich verstehen auch sie darunter, dass sich alles an seinem Platz befindet. Nur wo dieser jeweilige Platz ist – darüber scheiden sich häufig die Geister. Stofftiere gehören ins Regal, Puppen in den Puppenwagen, Klötze in die Kiste – meinen die Eltern. Genau das leuchtet Kindern oft nicht ein: Wenn die Puppe aber nun Angst hat allein in der Nacht? Und die tolle Bude aus sämtlichem Bettzeug der Familie abreißen, nur um kurz zu schlafen? Keine Frage: Eltern haben das Recht auf ihre Bettdecke und auf ein gewisses Maß an dem, was sie unter Ordnung verstehen. Sie können aber dazu beitragen, dass das Thema Aufräumen nicht zum Dauerstreitthema der Familie wird, indem sie

  • aus dem Aufräumen ein gemeinsames Spiel machen: Wer baut jetzt mit seinem eigenen Bettzeug und in seinem eigenen Bett die kuscheligste Bude?
  • Gewohnheiten schaffen, die eine gewisse Grundordnung im Haushalt erleichtern helfen: zum Beispiel gleich am Eingang Schuhe ausziehen und Anorak aufhängen;
  • „kreative“ Bereiche, in denen Dinge herumliegen dürfen (zum Beispiel die Spielecke), von „ordentlichen“ Bereichen wie der Couch im Wohnzimmer abgrenzen;
  • große Kisten oder Tonnen bereitstellen, in denen die Spielsachen schnell und einfach verschwunden sind;
  • bedenken, dass auch in puncto Ordnung jedes Kind anders ist – wie Erwachsene übrigens auch!