Liebe Mutter, lieber Vater,

„Kinder sind Gäste, die nach dem Weg fragen." Unsere kleinen „Gäste" leben mit uns, wir Eltern versorgen sie mit allem, was sie zum Leben brauchen, und wir haben oft viel Freude bei dem, was wir mit ihnen erleben. Doch sie werden die Wohngemeinschaft mit uns irgendwann verlassen - wie Gäste.

Und wie Gäste auf der Durchreise, so fragen uns die Kinder nach dem Weg, nach dem Weg ihres Lebens und nach dem Ziel. Nicht nur auf der Straße braucht man ein Ziel, um sich zu orientieren. Wer das Kind ohne eine Lebensperspektive auf den Weg schickt, der macht es ihm schwer, sich zurechtzufinden.

In der Taufe bieten wir dem Kind eine Orientierung: Gott als Ziel jedes Menschen. Ob der Täufling dann seinen Lebensweg wirklich konsequent daran ausrichtet, muss er selbst entscheiden - in jeder Phase seines Lebens aufs Neue.

Zugleich gibt die Taufe dem Kind viele neue Wegbegleiter in einer zerrissenen, friedlosen Welt: die Paten, die Pfarrgemeinde, die Kirche - aber vor allem Jesus selbst, der gesagt hat: „Ich bin bei euch alle Tage."

Ein frohes Tauffest und gute Erfahrungen auf dem Weg mit Gott wünscht Ihnen und Ihrem Kind im Namen der Redaktion.

Ihre

Andrea Kipp