Das Erlebte vor Gott bringen

Berg- und Talfahrt zu dir

Herr und Gott!
In unserem Leben ist es oftmals
wie bei einer rasenden Achterbahnfahrt.
Es gibt immer wieder
Höhen und Tiefen.
Bewahre uns in den guten Zeiten
vor dem Übermut
und in schwierigen Zeiten
vor der Verzweiflung.
Guter Gott, zeige uns
immer wieder
Wege zu dir
und sei stets ein treuer Begleiter.
Amen

Mechthild (34), Vreden
(aus Elternbrief 12)

Still werden und hören

Das Beten ist sehr schwer, wenn man nicht weiß, wie man beten soll, aber wir müssen einander helfen, es zu lernen.
Das wichtigste ist die Stille. Menschen, die das Gebet lieben, lieben die Stille. Wir werden uns nicht in die Gegenwart Gottes versetzten können, ohne uns zu einer äußeren und inneren Ruhe zu zwingen.
Deshalb müssen wir uns an eine Stille des Geistes, der Augen und der Zunge gewöhnen.
Gott ist der Freund der Stille.
Wir müssen Gott finden, wir können ihn aber weder im Lärm noch in der Betriebsamkeit finden. Seht, wie die Natur, die Bäume, die Blumen, das Gras in einer Stille wachsen, wie Sterne, Mond und Sonne in der Stille auf- und untergehen.

Mutter Teresa von Kalkutta

weiß du wo

Weißt du, wo der Himmel ist
außen oder innen
eine Handbreit rechts und links
du bist mitten drinnen.

Weißt du, wo der Himmel ist
nicht so tief verborgen
einen Sprung aus dir heraus
aus dem Haus der Sorgen.

Weißt du, wo der Himmel ist
nicht so hoch da oben
sag doch ja zu dir und mir
du bist aufgehoben.

Wilhelm Wilms
(aus: Wilhelm Willms, der geerdete himmel, ©1974 Butzon&Bercker GmbH, Kevelaer, 7.Auflage 1986,12.19,www.bube.de)

Zeit zum Beten

Glaubt nicht,
es wäre besser um euch bestellt,
wenn ihr mehr Zeit zum Beten hättet.
Die Zeit, die ihr dafür verwendet,
für das Wohl eurer Kinder zu sorgen,
geht dem Beten nicht ab.
Gott schenkt zueilen
mehr in einem Augenblick
als in langen Stunden.

Teresa von Avila