Thema des Monats

Januar 2010

Wohin mit der Spielzeugflut?

Unsere Kinder (7, 10) haben zu Weihnachten von Freunden und Verwandten soviel Spielzeug bekommen, dass sie kaum noch Platz zum Spielen haben. Als jüngste Kinder in der Verwandtschaft haben sie halt vieles „geerbt“. Mit manchen „alten“ Sachen spielen sie zwar nicht mehr, wollen sich aber auch nicht davon trennen. Wie können wir im Kinderzimmer wieder „Luft“ zum Spielen schaffen?

Dass Ihre Kinder an den alten Sachen hängen, hat sicher nichts mit „Raffgier“ zu tun. Dass Erbstücke als Erinnerung an liebe Verwandte einen persönlichen Wert weit über den materiellen hinaus haben, wissen doch auch wir Erwachsenen. Andererseits kann ein Überangebot an Spielsachen Kinder tatsächlich überfordern. Versuchen Sie deshalb mal mit den beiden zu sprechen: Welche Spielsachen nutzen sie noch regelmäßig? Was brauchen sie nur zu bestimmten Jahreszeiten? Was hat für sie einen großen Erinnerungswert? Können sie sich vorstellen, typisches „Saisonspielzeug“ im Keller, auf dem Dachboden oder in der Garage zwischenzulagern und dadurch im Kinderzimmer mehr Platz zum Spielen zu schaffen? Dabei müssen die beiden den Eindruck gewinnen, dass Sie nichts über ihren Kopf hinweg tun und ihnen nichts „wegnehmen“ wollen, sondern ihre Spielmöglichkeiten mit ihnen verbessern möchten. Dann haben Sie gute Chancen, dass die Kinder sich darauf einlassen und später dank der guten Erfahrung mit dem zeitweisen Verzicht auf bestimmte Spielsachen auch eher bereit sind, sich von einigen Stücken endgültig zu trennen. Das wird ihnen umso leichter fallen, wenn sie auch dabei mitbestimmen können: Was ist noch so gut in Schuss, dass wir es an andere Kinder  verschenken können? Oder möchten sie sie lieber auf einem Flohmarkt verkaufen, um damit ein paar Euros Taschengeld zusätzlich zu verdienen?