Donnerstag, 08:32 Uhr

Corona, Familie und Alltag

Familienalltag in der Corona-Krise – so gestalten Sie ein Programm für Ihre Kinder

Corona-Kriste: Mit den Kindern durch den Tag

Der Alltag von Familien mit Kindern ist normalerweise gut getaktet: Nach Frühstück, Kindergarten und Schule jagt ein Termin den anderen, schließlich Abendessen, eventuell noch Hausaufgaben, bis dann alle völlig erschöpft ins Bett fallen – zumindest gilt das für die Eltern.

Oft wünscht man sich im Alltag, weniger nach der Uhr leben zu müssen – mehr Zeit zu Hause zu haben, intensiver auf die Kinder eingehen zu können, zum spielen, etwas auf dem Balkon zu pflanzen oder öfter zusammen zu kochen. Nun werden diese Wünsche Wirklichkeit, allerdings von Null auf Hundert. Und damit sind wir erst einmal überfordert.

Wie sieht in Zeiten von Corona ein gutes Programm für Kinder aus?

Seit die Schulen und Kitas wegen des Corona-Virus geschlossen haben, sind Millionen von Kindern auf einmal ohne reguläre Betreuung zu Hause und Familien erleben einen ganz neuen Alltag miteinander. Den ganzen Tag nur spielen, wird das nicht irgendwann langweilig? Wie bei allem Neuen braucht auch der neue Alltag erst einmal Zeit, bis er sich eingespielt hat. Jede Familie kann hierbei ihren eigenen Weg finden.

Diese Tipps helfen für einen guten Tagesablauf zu Hause:

Zu beachten ist aber, dass Kinder (und auch Erwachsene) Gewohnheitstiere sind, schon die Eltern von Neugeborenen bekommen mantra-artig das Wort Routine beigebracht. Routine und Struktur geben Sicherheit und Halt – nicht nur den Kindern. Hier ein paar Tipps und Tricks, den Alltag und die Routinen in Zeiten von Corona neu zu gestalten:

  • Die Situation annehmen und darüber sprechen: alle zusammen. Dabei geht es vor allem um die Fragen: Was ist im Alltag notwendig (Home-Office, Hausaufgaben, saubermachen, kochen)? Und was wünschen wir uns zusätzlich (spielen, Zeit für sich, Fernsehen)?
  • Einen Tagesplan gestalten: mit Bildern, damit auch die Kleinen ihn verstehen. Beziehen Sie hier auch selbstverständliche Sachen (z.B. morgens ziehen wir uns an und putzen die Zähne, abends spielen wir gemeinsam ein Spiel) mit ein.

  • Die Abschnitte im Tagesplan relativ kurz halten: denn auch die bravsten Kinder beschäftigen sich keine drei Stunden am Stück allein. Lieber 1-1,5 Stunden-Abschnitte und Programme festlegen. Die Arbeitszeit der Eltern muss dann halt zwischen 9 Uhr morgens und 18 Uhr abends aufgeteilt werden.
  • Zeit für Bewegung einplanen: wenn es die Möglichkeit gibt, raus gehen und  mehrmals am Tag frische Luft schnappen und draußen spielen. Wenn das nicht möglich ist, können Eltern und Kinder sich auch drinnen bewegen, etwa beim tanzen, beim gemeinsamen Yoga oder bei Gymnastik.
  • Basteln! Jetzt kommt die große Zeit der Bastelkiste, von Papiermüll und der vielen Toilettenpapierrollen – schließlich steht Ostern vor der Tür. Da können Eltern und Kinder ruhig schon einmal anfangen, die Wohnung mit Selbst-Gebasteltem zu dekorieren. Anleitungen gibt es genug im Internet.

  • Über digitale Angebote informieren: Viele Kinder werden in der nächsten Zeit mehr Zeit vor dem Tablet und TV verbringen als sonst. Viele öffentlich-rechtliche Sender haben ihr Programm kindgerecht umgestellt und bieten für die größeren Kinder digitale Bildungsmöglichkeiten, die Spaß machen. Auch hierfür sollten Eltern feste Zeiten einplanen, sonst finden sie sich schnell auf dem Basar wieder. Wenn die Kinder nämlich dauernd fragen: „Wann darf ich fernsehen? Warum nur so kurz?“
  • Zeit für sich selbst einplanen: auf einmal muss – neben der Arbeit - viel mehr gekocht, Streitereien geschlichtet und aufgeräumt werden. Wenn wir das alle noch ein paar Wochen durchhalten wollen, müssen wir auch auf uns selbst aufpassen. Auch Mütter und Väter brauchen ein Corona-Programm. Während die Kinder TV-Zeit haben, dürfen Eltern daher Zeit für sich selbst einplanen: Ab in die Badewanne, wieder mal ein Buch lesen, Schokolade genießen, Mediation oder Ähnliches. Die Wäsche ist später auch noch da.
  • Sich mit Freunden und Nachbarn austauschen: nicht face-to-face, sondern per Telefon oder Handy. Gut für die Seele – und vielleicht gibt’s ja auch etwas zu lachen!
  • Kein Stress: Insgesamt gilt jetzt: Bitte keine zu hohen Erwartung an sich selbst und die Kinder. Die Wohnung muss nicht blitzeblank sein, nur weil man jetzt „zu Hause“ ist.

Angela Berg, Referentin bei familienbildung deutschland und Mutter von drei Kindern zwischen 5 und 11 Jahren

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