Samstag, 23:36 Uhr

Als Familie Kess durch die Krise

Familienrat: Alle an einem Tisch

Familienrat: Alle an einem Tisch
Foto: Anemone123 auf Pixabay

Sommerzeit ist Urlaubszeit! Nach den massiven Einschränkungen durch die Coronakrise wünschen sich viele Familien eine Auszeit vom stressigen Alltag. Doch was tun, wenn die Kinder im Sand buddeln wollen, Mama ins Museum möchte und Papa der Sinn nach Action steht? Der kesse Familienrat unterstützt dabei, gemeinsam Lösungen zu finden.   

Beim Familienrat kommen Eltern und Kinder zusammen, um ein aktuelles Familienthema zu besprechen. Themen auf Augenhöhe miteinander zu verhandeln, bringt viele Vorteile.  

Eltern und Kinder kommen ins Gespräch

  • Die Kinder erfahren: Sie sind wichtig. Sie können Einfluss nehmen. So fällt es ihnen nachher leichter, sich an getroffene Absprachen zu halten.
  • Sie lernen, ihren eigenen Standpunkt zu äußern und sich auf die Sichtweisen der anderen Familienmitglieder einzulassen.
  • Unterm Strich profitieren alle voneinander. Denn: Wer mitreden darf, fühlt sich fähig. Wer aufmerksame Zuhörer findet, fühlt sich zugehörig. Das schweißt die Familie zusammen. Und sorgt für eine gute Familienatmosphäre. 

Interessen unter einen Hut kriegen

Im Idealfall findet der Familienrat regelmäßig statt. Er ist ein Forum, um Ideen und Meinungen zu äußern. Für den Einstieg bietet sich beispielsweise das Thema Freizeitgestaltung an:   

  • Was machen wir am nächsten Wochenende?
  • Welche Ausflugs-Highlights planen wir für die Ferien?
  • Wie gestalten wir unseren Familienurlaub? 

Familienrunde statt Meckerstunde

Wer nach einigen Familienrat-Sitzungen schon geübter ist, kann auch andere Themen auf die Agenda setzen. Von A wie Anschaffungen bis Z wie Zocken ist alles denkbar. Ganz wichtig: Der Familienrat ist keine organisierte Meckerstunde. Sondern: Alle ziehen an einem Strang und beraten wichtige Familienangelegenheiten gemeinsam.  

Der kesse Familienrat - so geht’s:

  • Die Familie vereinbart für den Familienrat einen festen Termin, an dem alle Zeit haben.
  • Beim ersten Familienrat – oder wenn die Kinder noch im Vorschulalter sind - übernimmt ein Elternteil die Gesprächsleitung und das Protokollbuch.
  • Vor der Zusammenkunft sorgt die Gesprächsleitung für eine angenehme Atmosphäre: Eine Kerze, ein Blumenstrauß, ein Familiensymbol …  
  • Zum Einstieg gibt’s eine Komplimente-Runde: Alle nehmen einander wohlwollend in den Blick und sagen sich etwas Freundliches, Ermutigendes …
  • Die Gesprächsleitung sammelt aktuelle Gesprächsanliegen.
  • Oder: Themen werden zwischen den Sitzungen vorgeschlagen, ins Protokollbuch eingetragen und zum Beginn des Familienrats vorgestellt.
  • Wichtig: Nehmen Sie sich nicht zu viel auf einmal vor.
  • Alle Familienmitglieder dürfen etwas zum Thema beitragen.
  • Jeder und jede darf ausreden – die anderen hören zu.
  • Die Beschlüsse des Familienrats werden ins Protokollbuch geschrieben: Was wurde vereinbart? Wer macht was?
  • Je nach Alter der Kinder sollte der Familienrat zwischen 15 Minuten (Kinder im Vorschulalter) bis maximal 90 Minuten dauern.
  • Anschließend gibt es einen schönen Abschluss: Eine Geschichte, eine leckere Kleinigkeit zu essen, ein Spiel …

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Kess-erziehen


Die Texte der Elternbriefe basieren auf dem Ansatz von „Kess-erziehen“.  „Weniger Stress. Mehr Freude.“ ist das Motto der Kess-Kurse. Informationen finden Sie unter: www.kess-erziehen.de

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