Sonntag, 12:57 Uhr

Als Familie Kess durch die Krise

Raus aus dem Hamsterrad

Raus aus dem Hamsterrad

Die vergangenen Wochen waren hart. Unterm Strich bleibt die Coronakrise für viele Eltern ein kräftezehrender Jonglage-Akt zwischen Familie, Job und Haushalt. Umso wichtiger, zwischendurch mal aus dem Hamsterrad auszusteigen und neuen Mut zu schöpfen. Kopf hoch in der Krise - wir geben kesse Ermutigungs-Tipps für Mütter und Väter.  

Zahlreiche Erwachsene kennen das von Kindesbeinen an: Wer Fehler macht, wird mit der Nase drauf gestoßen. Das fördert eine selbstkritische Haltung. Mütter und Väter können darum meist rasch benennen, was nicht so gut läuft: Mit der Erziehung. Im Familienalltag. Die eigenen Stärken wahrzunehmen fällt ihnen hingegen schwer.  

Sich selbst positiv in den Blick nehmen

Was mag ich an mir als Mutter oder als Vater? – Das muss kein großes Ding sein. Keine erzieherische Mammutleistung. Denn:  Alltag besteht aus vielen Kleinigkeiten, die rasch aus dem Blick geraten. Dabei tragen sie oft wesentlich zu einer angenehmen Atmosphäre in der Familie bei:  

  • Vielleicht sind Sie eine wunderbare Gute-Nacht-Geschichten-Vorleserin?
  • Oder der weltbeste Sandwich-Maker?
  • Eine einfühlsame Zuhörerin für die Sorgen Ihrer Kinder?
  • Oder ein lustiger Muntermacher beim gemeinsamen Spielen? 

Sich selbst Mut machen

Es ermutigt – gerade in Krisenzeiten – wertschätzend auf vermeintlich Selbstverständliches zu blicken. Das Augenmerk wohlwollend auf die eigenen Fähigkeiten zu lenken, ist wichtig für das Selbstwertgefühl. Es kann guttun, sich auf Stärken zu besinnen, statt mit Schwächen zu hadern.  

Andere mit ins Boot nehmen

Aber Eigenlob stinkt doch! – Diesen Satz haben zahlreiche Erwachsene verinnerlicht. Wer Schwierigkeiten hat, sich als Mutter oder Vater selbst positiv in den Blick zu nehmen, kann andere darum bitten. Fragen Sie eine gute Freundin oder Ihren besten Kumpel nach einer Einschätzung: „Welche Eigenschaften schätzt du an mir als Mutter oder Vater?“ Am besten lassen Sie es sich aufschreiben. Dann können Sie die ermutigenden Worte immer wieder nachlesen.  

Ermutigung ist lebenswichtig

Nicht nur für Eltern, sondern auch für Kinder. Durch Ermutigung lernen sie, ihre eigenen Stärken zu schätzen und Selbstbewusstsein zu entwickeln. Sie ermutigen Ihr Kind, beispielsweise indem Sie  

  • bemerken, wie es etwas Neues versucht oder Fortschritte macht
  • ihm vermitteln, dass es wichtig für Sie ist
  • an seine Fähigkeiten glauben

Mutmach-Sätze

Übrigens: Ermutigung ist für Kinder besonders wichtig, wenn etwas nicht so gut gelaufen ist. Oder wenn sie mit einer Aufgabe nicht weiterkommen. Oder wenn sie einen Fehler gemacht haben. Mut zuzusprechen fällt manchmal schwer. Der Elternkurs Kess-erziehen gibt dafür Anregungen:  

„Ich mag dich, so wie du bist“-Sätze

  • „Wie schön, dass es dich gibt!“
  • „Ich bin richtig gern mit dir zusammen!“

„Du kannst es“-Sätze

  • „Das scheint schwierig (beängstigend, kompliziert) zu sein. Doch ich bin sicher, du wirst eine Lösung dafür finden.“
  • „Die Aufgabe ist bei dir in guten Händen. Deswegen habe ich sie dir gerne anvertraut.“

„Ich schätze dich wert“-Sätze

  • „Deine Meinung ist mir sehr wichtig!“
  • „Ich freue mich sehr darauf, mit dir etwas gemeinsam zu machen.“

„Du machst Fortschritte“-Sätze

  • „Es fällt dir immer leichter, diese Aufgaben zu rechnen.“
  • „Schau mal, wie weit du bereits gekommen bist.“ 

Weitere interessante Artikel:

Kess-erziehen


Die Texte der Elternbriefe basieren auf dem Ansatz von „Kess-erziehen“.  „Weniger Stress. Mehr Freude.“ ist das Motto der Kess-Kurse. Informationen finden Sie unter: www.kess-erziehen.de

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