Sonntag, 09:42 Uhr

Als Familie Kess durch die Krise

Regeln: Wegweiser durchs Leben

Regeln: Wegweiser durchs Leben
Foto: No-longer-here from Pixabay

Nach dem langen Corona-Lockdown sehnen viele Familien sich nach einem „normalen“ Alltag. Doch der ist trotz zahlreicher Lockerungen noch längst nicht in Sicht. Stattdessen heißt es: Abstand halten, Maske tragen, Hände waschen, um sich und andere vor einer Infektion mit dem Virus zu schützen. Zahlreiche neue Regeln bestimmen das Miteinander. Und nicht immer ist es leicht, den Durchblick zu behalten. Es lohnt es sich, auch die eigenen Familienregeln in Krisenzeiten genauer unter die Lupe zu nehmen. Denn: Wirksame Regeln sind Wegweiser durchs Leben.  

Regeln vermindern Gefahrenpotenziale

Überall, wo Menschen zusammenleben, gelten Regeln. Manche stehen in dicken Gesetzbüchern. Andere gelten unausgesprochen. Zugegeben: Regeln einzuhalten, erscheint manchmal unbequem und lästig. Wieso soll ich nachts auf einer menschenleeren Kreuzung warten, weil die Ampel gerade rot zeigt? Andererseits: Die selbe Ampel verhindert tagsüber ein lebensbedrohliches  Verkehrschaos. 

Regeln geben Sicherheit und Orientierung

Auch Kinder brauchen Regeln. Nicht, damit Erwachsene sie besser im Zaum halten können. Sondern damit das familiäre Miteinander reibungsloser und stressfreier funktioniert. In jeder Familie gibt es eigene Verhaltens- und Spielregeln. Wenn alle wissen, woran sie sind, reduziert das Ängste und Unsicherheiten.  

Regeln fördern die Selbstständigkeit

Wissen Kinder genau, was von ihnen erwartet wird (und was sie von anderen erwarten dürfen), schafft das Verlässlichkeit. Sie können sich freier entfalten, statt ihre Energie darauf zu verwenden, sich immer wieder neu orientieren zu müssen. Von klaren Regeln profitieren alle in der Familie:  Kinder und Eltern müssen nicht ständig neu überlegen oder diskutieren, was in welcher Situation zu tun ist.  

Regeln einführen

Die Coronakrise hat die gewohnte Alltagsstruktur etlicher Familien komplett auf den Kopf gestellt. In vielen Situationen herrscht große Ungewissheit. Wohl in jeder Familie kommt es deswegen gelegentlich zu Stress und Zoff. Spätestens, wenn es immer wieder knirscht und knallt im familiären Miteinander, kann es hilfreich sein, (Familien-)Regeln zu überdenken oder neu einzuführen. Unsere Checkliste unterstützt Sie dabei:  

1. Schritt: Die Situation in den Blick nehmen

  • Was ist überhaupt das Problem?
  • Was soll (neu) geregelt werden?
  • Wieso ist es wichtig, die Situation zu regeln?

2. Schritt: Standpunkte (er-)klären

  • Schildern Sie Ihrem Kind, warum es notwendig ist, die Regel einzuführen.
  • Weisen Sie (kindgerecht) auf mögliche Gefahren hin.
  • Teilen Sie Gedanken und Gefühle mit, die Sie mit der Situation verbinden.

3. Schritt: Regel umsetzen

  • Sagen Sie Ihrem Kind klar und eindeutig, welches Verhalten Sie erwarten.
  • Sprechen Sie Konsequenzen ab, falls jemand die Regel bricht.
  • Formulieren Sie die neue Regel positiv, eindeutig und fair.
  • Überprüfen Sie von Zeit zu Zeit, ob die Regel noch sinnvoll und nützlich ist.

Regeln gemeinsam aushandeln

Je nach Alter und Entwicklungsstand Ihrer Kinder können Sie Regeln in der Familie gemeinsam vereinbaren. So spüren die Kids: Auch ihre Bedürfnisse zählen. Sie fühlen sich wichtig und fähig. Und sie lernen dabei, selbständig zu planen und zu handeln. All das hilft Kindern außerdem, sich  nachher an die neue Regel zu halten.    

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Die Texte der Elternbriefe basieren auf dem Ansatz von „Kess-erziehen“.  „Weniger Stress. Mehr Freude.“ ist das Motto der Kess-Kurse. Informationen finden Sie unter: www.kess-erziehen.de

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