Samstag, 13:37 Uhr

Die ersten Signale

Mit Augen, Händen und Füßen

Von wegen, Babys können nur schreien! Sie können zwar (noch) nicht sprechen, das stimmt. Aber von Anfang an nutzen sie ein erstaunlich vielfältiges Repertoire von Mimik, Gestik und anderen körperlichen Signalen, um ihre Eltern und andere Kümmerer über ihr körperliches und seelisches Wohl- oder Unwohlsein zu informieren. Die Palette reicht vom gellenden Schreien bis hin zu feinen, scheinbar unauffälligen Zeichen wie dem Spreizen ihrer kleinen Finger. Eine gleichmäßige, ruhige Atmung, fließende Bewegungen, entspannte Züge, aufmerksamer Blickkontakt, Lächeln, Glucksen oder Brabbeln bedeuten: Mir geht es gut, ich bin konzentriert, neugierig und offen für Ansprache und Spiele. Anders, wenn es fahrig oder abgehackt zappelt, mit Armen und Beinen rudert, den Körper überstreckt; das heißt: Mir wird’s zu viel, bitte lasst mich in Ruhe. Überforderte Babys drehen sich weg, ballen ihre Händchen zur Faust, spreizen ihre Finger und / oder krallen die Füßchen. Und sie beginnen zu quengeln, zu meckern oder gar zu schreien.

Glücklicherweise entdecken selbst die Kleinsten schon bald Wege, sich selbst zu beruhigen und ihr inneres Gleichgewicht zurückzugewinnen. Sie wenden den Blick ab, schließen einfach die Augen oder fixieren starr einen Punkt. Oder sie führen die Händchen zum Mund, um daran zu saugen und zu nuckeln. (Gut, wenn Eltern diese „Selbstregulierung“ als Leistung wahrnehmen und nicht mit dem Daumenlutschen eines Vierjährigen gleichsetzen!) Allerdings sind diese Fähigkeiten je nach Temperament von Kind zu Kind unterschiedlich entwickelt; die einen lassen sich schnell irritieren und aus der Fassung bringen, andere sind mit größerem Gleichmut gesegnet. 

Das Wissen um die „Zeichensprache“ von Babys hilft Eltern, ihre manchmal so feinen Signale bewusster wahrzunehmen, besser zu verstehen und dann „richtig“ auf die Kleinen einzugehen. Den meisten gelingt das intuitiv; nur wenn sie selbst unter Stress stehen oder sich von Einflüsterungen (scheinbar) allwissender Ratgeber verunsichern lassen, laufen sie Gefahr, Babys Botschaften misszuverstehen. Gut deshalb, wenn Mütter und Väter vor allem auf ihr Baby schauen und ihm und sich selbst vertrauen!

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