Freitag, 03:03 Uhr

Paar-Zeiten, Familien-Zeiten

Oasen für uns

Ein gutes Jahr Leben zu dritt liegt jetzt hinter uns: Spieluhr, Einschlaflieder, Faszination der Weltentdeckung, durchwachte Nächte, Mittelohrentzündung, Verzweiflungsweinen, weil die Welt so groß ist, Regenwurm, Kindersprache … Und mittendrin: wir als Paar!

Die beruflichen Verpflichtungen sind ein fixes Datum. Beim Engagement in Kirche und Sportverein treten wir kürzer, sagen öfter mal Nein. Erst recht zu Mädelsabenden und Doppelkopf-Runden. Was bleibt, braucht immer noch genug Planung und Zeit.

Wir schaffen vieles gemeinsam. Und versuchen, auf unerwartete Herausforderungen durch Überstunden oder plötzliche Erkrankungen flexibel zu reagieren und trotzdem möglichst verlässliche Rahmenbedingungen festzuhalten. Schließlich wollen wir die besonderen Erfahrungen als junge Familie bewusst genießen. Anfangs bedeutete das vor allem: ausprobieren, was allen gut tut. Nach durchwachten Nächten den Sonntagvormittag einfach einmal mit dem Baby im Bett vertrödeln und für den Nachmittag nichts zu planen, sondern nur gemütlich eine Runde mit dem Kinderwagen um den Block zu laufen. Am Feierabend nach getanem Job und Haushaltsarbeiten gemeinsam im Wohnzimmer auf einer Decke liegen, Lieder summen, Rasseln oder Kuscheltiere ins Spiel bringen und die Fenster, die wir eigentlich mal putzen müssten, Fenster sein lassen. So  komme ich als Vater oder Mutter selbst zur Ruhe; nicht Leistung und Ergebnis zählen, sondern das intensive Miteinander. Gleichzeitig stellt sich in diesem einfachen Miteinander eine besondere Art von Beziehung ein. Unser Kind braucht keine große Show, sondern vor allem eine entspannte Umgebung, Eltern, die mit ihm in Kontakt und in Beziehung sein wollen.

Daneben brauchen wir unsere zweisame Zeit, vielleicht nicht ganz so verlässlich wie die Familienzeit, aber genauso wichtig. Besondere Momente des Miteinanders, die wir uns „nur als Paar“ gönnen. Klar haben wir uns schon beim gemeinsamen Abendessen mit Joshua erzählt, was wir am Tag erlebt haben und was zu planen, zu tun ist. Aber für die besonderen Gespräche darüber, welche Sorgen uns beschäftigen, was mich besonders gefreut hat und wovon ich träume, dafür brauchen wir noch ein besonderes Zeitfenster. Zeiten zu zweit, ein „schönes“ Essen, ein Besuch einer besonderen Ausstellung, die Nacht der offenen Kirchen, eine Wanderung, einen Wellnesstag – Oasen nur für uns. Oder auch mal tanzen gehen, eine Party feiern bis in die Morgenstunden – wir mögen das.

Leicht fällt uns das nicht immer. Es muss organisiert werden und auch für die Oma oder den Babysitter passen. Es ist halt einfacher, auf dem Sofa einzudösen … Aber es lohnt sich, weil wir uns dabei mal anders erleben, Spaß miteinander haben und sehen, was gemeinsam gefällt und was uns verbindet. Wir kommen ins Gespräch, nehmen uns als Paar in den Blick, bringen uns selbst auch als Frau und Mann ein und entwickeln uns nicht nur als Papa und Mama, sondern als Menschen weiter. Auch das tut gut!

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