Montag, 20:45 Uhr

Eltern und Erzieherinnen

Hand in Hand für Julia

Manchmal fällt es Petra nicht ganz leicht, die Kita als Miterzieher ihrer Tochter zu akzeptieren. Wie neulich, als Julchen sich wehgetan hatte und weinend an Petra vorbeirannte, um sich von ihrer Erzieherin trösten zu lassen. Da spürte ihre Mutter schon einen Stich Eifersucht. Aber im nächsten Moment war sie auch froh, dass ihre Kleine sich bei der Erzieherin offenkundig so gut aufgehoben fühlt.

Oder als die Erzieherin Petra und ihren Mann lang und breit darüber aufklärte, was sie zu Hause noch für Julias Entwicklung tun könnten. Da mischt sich jemand von Außen in unsere Erziehung ein! Daran müssen sich auch Eltern beim Kita-Start erst gewöhnen.

Doch für Julia wie für alle Kinder in einer Kita oder bei einer Tagesmutter ist es wichtig, dass ihre „Bezugspersonen“ sich offen, freundlich und mit Wertschätzung begegnen. Kinder reagieren oft empfindlich auf unterschwellige Konflikte und Spannungen zwischen den Erwachsenen – und „streiken“ dann womöglich, wenn sie auf die Erzieherin hören sollen.

Edelstein

Sooo groß!

Eben noch klapperte Leo im Flur mit seinen Holzklötzen, jetzt ist es so still. Vorsichtig linse ich durch den Türspalt – und sehe meinen Sohn mir entgegenkommen, die Füßchen in Papas riesigen Pantoffeln, mehr rutschend als laufend, aber um gefühlte 100 Zentimeter gewachsen. Ich bin Papa! Ach, mein Schatz, ich bin doch so froh, dass du noch viel Zeit zum Großwerden hast!

Charlotte, 28

Das Vertrauen zwischen Eltern und Erzieherin wächst umso eher, wenn sie

  • aktiv Gelegenheiten suchen, sich ­besser kennen zu lernen, etwa bei Festen oder Wandertagen in der Kita,
  • sich gegenseitig „zwischen Tür und Angel“ über wichtige Ereignisse zu Hause und in der Betreuung ­informieren,
  • sich regelmäßig Zeit nehmen für ein ausführliches Gespräch über die ­Entwicklung der Kinder,
  • gegenseitige Wünsche, Erwartungen und Probleme offen miteinander ­klären,
  • Elternabende der Kita besuchen,
  • den Stand des Kita-Fördervereins beim Stadtfest betreuen.

Und so weiter; Möglichkeiten zur Zusammenarbeit gibt es je nach Zeitbudget und persönlichen Neigungen genug. Für Eltern, die ihr Kind einer Tagesmutter anvertrauen, gilt das ganz ähnlich.

Sie geben ihren Miterzieherinnen damit das Signal: Wir möchten den Ort mitgestalten, an dem unser Kind viele Stunden seines Alltags verbringt, und unseren Teil dazu beitragen, dass es sich dort auch in Abwesenheit seiner Eltern wohl- und sicher fühlt.

Ich will mitreden!

Der Start der neuen „Nestgruppe“ eines städtischen Kindergartens, in die Paul, 14 Monate alt, vor gut einem Jahr aufgenommen wurde, verlief holprig: Der Umbau war noch nicht fertig, und für die Erzieherinnen, ausgebildet und erfahren für die Arbeit mit Drei- bis Sechsjährigen, war die U2-Betreuung Neuland. Das lief in einem optimal ausgestatteten Pilotprojekt der Stadt, das Pauls Schwester Elena im gleichen Alter besucht hatte, viel besser! Diese Erfahrung wollte ich in Pauls Gruppe einbringen; außerdem finde ich gerade für U2-Kinder eine enge Kooperation von Eltern und Er­zieherinnen wichtig. Also ließ ich mich in den Elternrat wählen.

Zwar habe ich berufsbedingt kaum Zeit für Bastel- und ähnliche Aktionen. Aber zum einen gewinne ich über den Elternrat Einblick in die Arbeit der Kita und ein Minimum Mitsprache bei der Gestaltung der täglichen Umgebung meiner Kinder, zum anderen kann meine berufliche Erfahrung mit institutionellen Strukturen der Kita und vor allem den Eltern nützen. Zum Beispiel als die Stadt kürzlich zuhauf falsche Elternbeiträge errechnete …

Kerstin, 36

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