Montag, 21:27 Uhr

Junge Familien in der Kirche

Der liebe Gott ist überall

Sonntagmorgen, die Glocken läuten. Ach ja, die Kirche. Gleich ist Gottesdienst. Wie lange waren wir eigentlich nicht mehr da?

Jeder Blick in einen all-sonntäglichen Gemeindegottesdienst bestätigt es aufs Neue: Familien mit kleinen Kindern kommen da praktisch nicht mehr vor. Das ist doch nichts für uns, denken viele. Und wenn wir uns doch mal mit dem Kleinen hintrauen, stehen wir garantiert im Mittelpunkt und werden von allen angestarrt, erst recht wenn unser Kind sich mal bewegt oder etwas lauter wird. Das tun wir uns nicht an!

Kirche ade? Blieben nur die Fragen: Kommen dann vielleicht auch meine persönlichen religiösen Bedürfnisse zu kurz? Oder der geistige Rückhalt unserer Partnerschaft? Was wünschen wir uns für die religiöse Entwicklung unserer Kinder? Welche Unterstützung erwarte ich dabei durch „Angebote“ der Gemeinde?

Fest steht: Kinder begegnen dem lieben Gott überall. Für sie ist, was wir „Gott“ nennen, auf dem Spielplatz, in der Badewanne, am Esstisch, in der Natur und überall da zu entdecken, wo sie ganz Kind sein und ihrer Neugier freien Lauf lassen dürfen. Also auch im Kirchenraum und im Gottesdienst – sofern sie sich dort einigermaßen frei bewegen können und sich nicht nur an unverstandene Abläufe anpassen müssen. Krabbelgottesdienste laden dazu ein, leider nur viel zu selten.

Zunächst und ganz elementar ist „Kirche“ für Kinder jedoch zu Hause, wenn dort „zwei oder drei in meinem Namen versammelt sind“ und als Getaufte im Geiste Jesu zusammenleben. Ausdruck findet das, wenn Eltern

  • mit ihren Kindern beten – am Esstisch, vor dem Einschlafen, für den erkrankten Großvater, aus Dankbarkeit für ein schönes Erlebnis …
  • das Kirchenjahr mit seinen Festen und Anlässen als Familie mitfeiern. Anregungen dazu finden sie im Internet unter www.familien234.de.
  • ihren Kindern von Jesus erzählen. Geschichten spielen im Kinderalltag eine große und gute Rolle. Zwar ist die Bibel kein Kinderbuch, aber gerade manche Gleichnisse, in denen Jesus selbst seine Botschaft anschaulich verpackt, bieten schon kleinen Kindern einen guten Zugang (wie die „Vom verlorenen Schaf“ und „Vom guten Vater“).

Unterstützung bei der religiösen Bildung und Erziehung ihrer Kinder versprechen Eltern besonders die kirchlichen Kindertagesstätten. Einrichtungen, die sich zu Familienzentren weiterentwickelt haben, wenden sich mit ihren Angeboten oft auch an Familien, deren Kindern dort (noch) nicht „zu Hause“ sind.

Atempause

Das Schönste für ein Kind ist Sand.
Ihn gibt‘s immer reichlich.
Er rinnt unvergleichlich
zärtlich durch die Hand.
Weil man seine Nase behält,
wenn man auf ihn fällt,
ist er so weich.
Kinderfinger fühlen,
wenn sie in ihm wühlen,
nichts und das Himmelreich.

Denn kein Kind lacht
über gemahlene Macht.

Joachim Ringelnatz

Anregungen für ihr persönliches Wachstum im Glauben finden Eltern

  • in manchen Gemeinden in Familienkreisen,
  • in kirchlichen Familienbildungsstätten,
  • bei Familienwochenenden, zu denen u. a. Gemeinden, die Familien- und Alleinerziehendenreferate der Bistümer, Bildungshäuser und Familienverbände einladen,
  • bei (Familien-)Exerzitien und ähnlichen geistlichen Auszeiten im „wirklichen“ Leben oder per Internet (www.exerzitien.info),
  • durch die „Hot Spots des Lebens“ (s. www.akf-bonn.de) und andere Initiativen zur Förderung der Spiritualität im Alltag von Familien (www.familienspiritualität.de).
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