Freitag, 13:08 Uhr

Mutproben ...

Wenn Eltern Angst und Bange wird

Manchmal jagen der Mut von Anderthalbjährigen und ihre Lust am Ausprobieren Eltern Angst und Bange ein.

Vorsichtig, vorsichtig, mit angehaltenem Atem jongliert Lukas mit dem Torten­heber ein Stück Gugelhupf über die Kaffee­tafel. Bis seine Mutter beim Telefonieren aufschaut und „Pass auf!“ ruft – und schon plumpst der Kuchen in den Kakao. Dabei hat Lukas nichts anderes getan als aufgepasst!

Oder: Da will Marie, die kaum frei gerade­aus laufen kann, auf dem Spielplatz tatsächlich die steilen Sprossen zur Rutsche hinaufklettern! Fast automatisch gellt ein „Nein“ über den Platz …

Die Reaktionen der Eltern sind verständlich: „Ich kann das Kind doch nicht ins Unglück klettern lassen!“ Natürlich nicht – sicher müssen sie ihre Kinder vor Gefahren schützen, die die Kleinen nicht überschauen; bestes Beispiel: der Straßen­verkehr. Trotzdem darf dieses „Nein!“ nicht zur Gewohnheit werden. Wenn Kinder nämlich erleben, dass die Eltern ihnen nichts zutrauen, wagen sie sich am Ende selbst an nichts mehr heran.

Gut deshalb, wenn Mütter und Väter ihnen­ viel Freiraum lassen – mit ihnen spielen und toben, um ihr Geschick zu fördern, und sich bei Mutproben bereithalten und sie notfalls auffangen. Kinder müssen ihr Können erproben, und sie brauchen Erfolge für ihr Selbstvertrauen. Schrammen und Beulen gehören dazu; sie zeigen ihnen, wo ihre Grenzen liegen, und mahnen wirkungsvoller als alle Eltern, beim nächsten Mal vorsichtiger zu sein. So entwickeln sie schnell ein sicheres Gespür dafür, was sie sich zutrauen können.

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