Samstag, 23:51 Uhr

Trödeln

Wenn die anderen warten müssen

Jeden Morgen derselbe Stress! Die Mutter muss um halb neun im Büro sein. Vorher müssen Tochter Nina, 4, zum Kindergarten und Sohn Se­bas­­tian, 2, zur Tagesmutter. Also: 7 Uhr wecken, 7.30 Uhr Frühstück, 7.45 Uhr anziehen, 8 Uhr los. Aber dann findet Nina ihren Lieblingspullover nicht, dafür aber ein spannendes Bilderbuch, und Sebastian hat nach einer halben Stunde noch immer sein Eckchen Butterbrot nicht auf­gegessen, weil er mit seinem Auto um die Teller Slalom fährt. Dann klemmt auch noch ­der Reißverschluss von Ninas Anorak, und als schließlich doch alle startklar sind, muss Sebastian noch dringend zum Klo.

Ganz anders sonntags. Da wollen die ­Kinder mit dem Vater zum Spielplatz; aber erst wird der Priester nicht fertig mit der Messe, dann ruft Vatis Freund an, und schließ­lich sollen alle erst noch ein Mittagsschläfchen machen …

Wer also trödelt? Immer der, auf den die anderen warten. Manchmal lässt sich das nicht vermeiden, und meistens ist es auch nicht weiter schlimm. Ärger­lich wird Trödeln nur dann, wenn es zu Machtkämpfen führt – nach dem ­beliebten Muster: „Wenn du nicht sofort …“

Und was hilft?

Erstens Verständnis dafür, dass ­Kindern halt andere Dinge wichtig sind als ihren Eltern.

Zweitens eine Zeitplanung, die den Tag nicht mit Terminen zupflastert und Puffer zum Trödeln lässt.

Und drittens die Bereitschaft, Nina notfalls im Schlafanzug zum Kindergarten zu bringen. Wetten, dass sie das An­ziehen danach wichtiger nimmt als ihr Bilderbuch?

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