Freitag, 10:59 Uhr

Unruhige Sprösslinge

Hyperaktiv oder aufgeweckt?

Manche Kinder erscheinen weniger ruhig als andere, aktiver, energiegeladener. Sie reagieren auf neue Situationen schnell, manchmal unbedacht, impulsiv. Sie lassen sich von allen möglichen Dingen ansprechen; das macht es ihnen schwer, konzentriert bei einer Sache zu bleiben. Sie wirken deshalb oft ungesteuert, unkontrolliert.

Ein solches Verhalten nennen Fachleute (wie auch Nichtfachleute) mitunter „hyperaktiv“ oder „hyperkinetisch“. Das klingt nach Krankheit, bedeutet zunächst aber nichts anderes als dass diese Kinder sich übermäßig viel bewegen. Zum Problem wird dieses Verhalten oft deshalb, weil es die Erwachsenen auf eine harte Geduldsprobe stellt. Sie fühlen sich strapaziert, sind immer auf dem Sprung, um zu verhindern, dass etwas Unerwünschtes passiert, und sie geraten in eine gereizte Stimmung. Das gibt dem Kind dann wiederum das Gefühl, es könne nichts richtig machen. Die Spannung bei ihm steigt weiter – Kind und Umgebung schaukeln sich in eine aggressive Stimmung auf. Und angesichts ihrer vergeblichen Ermahnungen gewinnen die Erwachsenen den Eindruck, das Kind wolle sie gezielt ärgern.

Es ist Sache der Erwachsenen, sich dieser unguten Situation bewusst zu werden und daraus „auszusteigen“. Manchmal gelingt das nur mit Hilfe von Ärzten oder Erziehungsberatern. Aber zu solch zugespitzten Situationen muss es gar nicht kommen.

Eltern sollten sich eingestehen, wenn das Verhalten ihres Sprösslings sie immer wieder nervt und aggressiv macht. Dann können sie miteinander, mit Freunden oder auch mit Fachleuten das Gespräch suchen.

Kinder sind von ihrem Naturell her unterschiedlich lebhaft und lebendig. Was manchem Erwachsenen als anormale Unruhe erscheint, bewerten andere vielleicht als Aufgewecktheit und vielseitiges Interesse.

Manchmal überwiegen allerdings auch die Schattenseiten eines solchen Verhaltens für das Kind selbst: Es lenkt sich selbst immer wieder von konzentrierter Beschäftigung ab, eckt ständig in seiner Umgebung an und gerät leicht in Auseinandersetzungen mit anderen Kindern. In diesem Fall kann fachliche Hilfe nötig sein (weiterführende Adressen gibt es im Internet unter www.elternbriefe.de).

Die Ursachen für dieses hyperaktive Verhalten sind nicht immer eindeutig. Manchmal reagieren Kinder damit auf Belastungen, über die sie nicht sprechen können; bei anderen vermuten die Ärzte Hirnfunktionsstörungen. Nicht nur deshalb schätzen Fachleute die Möglichkeiten einer medikamentösen Behandlung unterschiedlich ein. Fest steht jedoch: Eine klare Haltung, Konsequenz, die Sicherheit gibt, sind bei unruhigen und aufgeweckten Kindern gleichermaßen wichtig. Und, so schwer es manchmal auch fallen mag: Geduld!

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