Mittwoch, 02:54 Uhr

Vorbereitung auf die Schule

So werden Kinder spielend fit

So werden Kinder spielend fit

Ein Jahr vor dem ersten Schultag ihrer Kinder erwacht bei vielen Eltern die Spannung: „Noch zwölf, zehn, acht ... Monate, dann geht’s los. Dann muss unser Kind so viel Neues verkraften und lernen – wäre es nicht gut, dafür ein bisschen zu üben?“

Die Antwort lautet kurz und bündig: Nein. Denn alle Fähigkeiten, die Kinder für einen guten Start in der Schule brauchen, erwerben sie im Alltag der Familie, im Kindergarten und auf dem Spielplatz.

Neugier: Die Lust zu lernen bringen Kinder mit auf die Welt. Eltern fördern sie, wenn sie die Fragen der Kleinen ernst nehmen und sich davon selbst zum Nachforschen anstecken lassen. Auch eine Umwelt, in der es viel zu entdecken gibt, spannende Ausflüge, gute Bücher, Fernsehsendungen und Computerspiele halten die Wissbegierde wach.

Selbstständigkeit: Jede Aufgabe und jede Entscheidung, die Eltern ihren Kindern überlassen, trägt dazu bei – vom Waschen und Anziehen bis zu kleinen Besorgungen und Arbeiten im Haushalt.

Soziales Verhalten: Die beste „Schule“ für den Umgang mit anderen bieten Kindergarten, Spielplatz und Geschwister – und Eltern, die zu Hause die zuverlässige Beachtung zwischenmenschlicher Regeln vorleben und einfordern.

Sprachvermögen: Erlebnisse zu erzählen oder Wünsche und Meinungen auszudrücken gelingt Kindern immer besser, wenn die Eltern aufmerksam zuhören und nicht ständig korrigieren. Und ihr Wortschatz wächst beim Vorlesen ganz von selbst.

Konzentration und Ausdauer: Ein gutes Training bieten alle Spiele und Aufgaben, die Kindern Spaß machen. Genaues Hingucken und -hören fordern und fördern zum Beispiel Puzzles und Suchrätsel, Vorlese­runden und gute Musik-CDs. Hauptsache, die Kinder werden dabei nicht dauernd gestört und können Angefangenes zu Ende zu bringen.

Gedächtnis: Regelmäßig die Pflanzen auf dem Fensterbrett zu gießen und ähnliche Aufgaben trainieren die grauen Zellen von Kindern. Auch Spiele wie „Memory“ oder „Kofferpacken“ tragen dazu bei.

Geschicklichkeit: Die Fingerfertigkeit fürs Schreiben holen sich künftige Abc-Schützen beim Schneiden, Malen, Kneten, Matschen, Abwaschen und Abtrocknen.

Selbstvertrauen: Jede Aufgabe, die ein Kind meistert, und die Anerkennung, die es dafür erntet, stärken sein Zutrauen in die eigenen Fähigkeiten. Um so bereitwilliger packt es neue Aufgaben an – auch in der Schule.

Vorkenntnisse im Lesen, Schreiben oder Rechnen brauchen Schulanfänger dagegen nicht. Eine „Schule vor der Schule“ stört möglicherweise sogar die Unbefangenheit der Kinder und weckt Ängste: „Oje, was kommt da bloß auf mich zu!“ Sinnvoll ist dagegen alles, was ihre Neugier befriedigt und ihre Vorfreude stärkt:

  • Besuche in der Schule beim „Tag der offenen Tür“ und beim Schulfest,
  • (Bilder-)Bücher, die vom Leben in der Schule erzählen,
  • Kontakte zu älteren Kindern, die schon die Schule besuchen,
  • Spielsachen und Utensilien, mit denen sie „Schule spielen“ können.

Und wenn ein Kind selbst „richtig“ lesen und schreiben lernen möchte? Dann können Eltern ruhig sagen, wie dieser Buchstabe oder jenes Wort heißt, und sich von ihm einfache Wörter diktieren lassen.

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