Dienstag, 14:39 Uhr

Erfolg in der Schule

Intelligenz ist nicht alles

Eltern wünschen sich, dass ihre Kinder in der Schule „gut sind“. Verständlich, denn gute Schulleistungen und gute Zeugnisse machen das Weiterkommen leichter. Ob der erhoffte Erfolg sich tatsächlich einstellt, hängt vom Zusammenspiel verschiedener Fähigkeiten ab.

Intelligenz: Sie spielt eine wichtige Rolle, ist aber keineswegs allein ausschlaggebend.

Konzentration: Gemeint ist damit die Fähigkeit, auf eine Vielzahl von Reizen und ablenkenden Dingen nicht einzugehen und sich stattdessen einem bestimmten Thema oder einer Tätigkeit zuzuwenden. Wenn ein Kind das nicht kann, wirkt es vielleicht vielseitig interessiert und wach; aber es ist im Unterricht nicht in der Lage zuzuhören. Oder es hat Probleme mit den Hausaufgaben, weil ihm dauernd etwas anderes einfällt und es „gerade noch etwas machen muss“. Wenn Eltern den Eindruck haben, dass eine solche leichte Ablenkbarkeit ihrem Kind das Lernen schwer macht, richten sie ihm für die Erledigung der Hausaufgaben am besten einen „reizarmen“ Arbeitsplatz ein – ohne Blick auf Spielsachen und andere Dinge, die ablenken. Fernseher und Radio bleiben natürlich ausgeschaltet.

Geduld und Selbstverantwortung: Eine gute Voraussetzung für das Zurechtkommen in der Schule ist auch Geduld; das heißt, dass Kinder nicht daran gewöhnt sind, für alles, was sie leisten, sofort und in jedem Fall belohnt zu werden, sondern auf eine spätere Anerkennung oder Belohnung warten können. Diese Geduld zu entwickeln, können Eltern ihrem Kind helfen: Am Anfang braucht es Interesse und häufige Anerkennung durch die Erwachsenen, die sich dann aber schrittweise zurückziehen und ihm so zu verstehen geben: Schule und Hausaufgaben sind deine Sache, deine Aufgabe. Eltern müssen auch nicht um jeden Preis dafür sorgen, dass ihr Kind seine Hausaufgaben immer sorgfältig und vollständig erledigt; stattdessen stellen sie besser durch Absprachen mit der Lehrerin sicher, dass sie dem Kind die eigene Verantwortung für die Hausaufgaben verdeutlicht.

Ausgeglichenheit: Belastungen, Ängste, innerer und äußerer Stress lassen selbst bei Erwachsenen die Leistungsfähigkeit sinken. Noch wichtiger ist es für Kinder in den ersten Schuljahren, dass sie sich in ihrer Haut wohl fühlen. Es gibt vieles, was ein Kind von schulischen Dingen ablenken kann: Belastungen in der Familie, Lehrer, von denen es sich nicht akzeptiert fühlt, heftige Konflikte mit anderen Kindern. Vielleicht ist es auch ängstlich und macht aus seinen Fähigkeiten nicht das, was unter anderen Umständen möglich wäre.

Selbstbild: In starkem Maß hängt Schulerfolg auch davon ab, ob ein Kind von sich selbst glaubt, dass es ein guter Schüler ist oder nicht. Diese Vorstellung, entweder „ein guter Schüler“ oder aber eben „schlecht in der Schule“ zu sein, bildet sich gerade in den ersten Schuljahren. Wichtig ist deshalb, bei Problemen mit dem Kind zu sprechen, Ängste oder Befürchtungen ernst zu nehmen, ihnen nachzugehen und ihm seine positiven Möglichkeiten aufzuzeigen.

Körperliche Voraussetzungen: Schulische Leistungsfähigkeit setzt voraus, dass die körperlichen Bedingungen stimmen. Manchmal bleiben Beeinträchtigungen beim Sehen oder Hören bis zur Einschulung unbemerkt, werden unter den neuen Bedingungen aber bedeutsam. Im Zweifelsfall ist deshalb eine neuerliche Untersuchung beim Arzt sinnvoll. Auch auf ausreichend Schlaf und Essen sollten die Eltern achten.

Allerdings sollten Mütter und Väter auch bedenken: Gute Schulleistungen sind keine Garantie für Erfolge im späteren Leben. Auch mittelmäßige oder gar schwache Schüler können es weit bringen. Einstein zum Beispiel, sagt man, sei auch kein besonders guter Schüler gewesen …

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