Donnerstag, 10:10 Uhr

Teilleistungsstörungen

Nur gezielte Hilfen helfen

„Keiner kann alles – keiner kann nichts.“ Menschen bringen für verschiedene Tätigkeiten verschieden gute Voraussetzungen mit. Jeder hat Stärken und Schwächen. Von „Teilleistungsstörungen“ sprechen Fachleute erst, wenn die Schwierigkeiten von Kindern über solche „normalen“ Begabungsunterschiede hinausgehen.

Gemeint sind damit Lernstörungen in ganz bestimmten, abgegrenzten Bereichen, die aus dem Rahmen der Gesamtintelligenz und der übrigen Leistungen herausfallen. Die bekanntesten Teilleistungsstörungen sind Probleme beim Lesen und Schreiben (Legasthenie) oder beim Rechnen (Dyskalkulie).

Damit ein Kind lesen, schreiben und rechnen kann, muss es über bestimmte grundlegende Fähigkeiten verfügen:

  • Wahrnehmungsverarbeitung – die Fähigkeit, die Vielzahl von Reizen, die es wahrnimmt, zu ordnen, ihnen einen Sinn zu geben und sie mit bekannten Erscheinungen in Bezug zu setzen
  • psychomotorische Koordination – die Zusammenarbeit von Gehirn, Auge und Hand
  • Feinmotorik – die feinen Bewegungen insbesondere der Hand
  • Laut-Differenzierung – die Fähigkeit, verschiedene Laute und Buchstaben voneinander zu unterscheiden, zum Beispiel g und k, m und n
  • Merkfähigkeit – die Fähigkeit, Sinneswahrnehmungen zu behalten

Wenn eine dieser Fähigkeiten zu schwach ausgebildet, gestört oder noch nicht hinreichend entwickelt ist oder wenn das Kind sogar in mehreren Bereichen Schwierigkeiten hat, kann das zu erheblichen Problemen beim Lesen, Schreiben oder Rechnen führen. Es ist deshalb wichtig, dass Eltern und Lehrerinnen sich bei einem Verdacht auf Teilleistungsstörungen schnell gegenseitig informieren und gegebenenfalls Kontakt mit anderen Fachleuten wie Erziehungsberatern oder Ärzten aufnehmen. Mit gezielten Übungen und Trainingsprogrammen können sie dann die speziellen Schwächen angehen und dem Kind so helfen.

Wenn ein Kind immer wieder erlebt, dass es an bestimmten Aufgaben scheitert, kann das zu Resignation oder zu Verhaltensauffälligkeiten führen, mit denen es von seinen Schwierigkeiten und Schwächen abzulenken versucht. Eltern und Lehrern fällt es dann manchmal schwer, Geduld und Verständnis für das Kind zu wahren, doch darauf kommt’s jetzt an. Die Erwachsenen müssen sich selbst und dem Kind immer wieder bewusst machen: Es geht hier nicht um eine „Dummheit“ oder „Frechheiten“, sondern um ein begrenztes Problem, das bei geeigneter Förderung und mit Geduld behoben werden kann.

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