Freitag, 13:12 Uhr

Ferien

Zwei Wochen Strand – und dann?

Das Schönste an der Schule sind die Ferien, behaupten die Kinder. Endlich mal richtig ausschlafen! Keine Hausaufgaben! Nur noch das tun, was Freude macht! Ist das Leben nicht herrlich?

Meist dauert es nicht mal eine Woche, bis sich die ersten Zweifel regen. Die Freunde, die sonst auf dem Spielplatz oder im Schwimmbad für Trubel sorgen, sind überall, nur nicht hier. Fußballtraining, Musikschule, Pfadfinderstunden? Fallen aus.

Mama und Papa? Müssen arbeiten oder haben im Haushalt zu tun. So dehnen die Stunden sich von Tag zu Tag mehr wie Kaugummi. Noch fünf Wochen Ferien …

Die drohende Langeweile der Kinder trifft sich mit den Sorgen berufstätiger Eltern. Wenn es hoch kommt, verbringt die Familie zwei oder drei Wochen gemeinsam irgendwo am Strand oder in den Bergen. Das sind die Ferien, auf die sich alle freuen.

Dann beginnen die, die Kopfzerbrechen bereiten. Wer passt in den restlichen Ferienwochen auf die Kinder auf, während die Eltern wieder hinter der Theke stehen oder am Schreibtisch sitzen? Ein paar Auswege:

  • Vielerorts laden Städte und Gemeinden zu Hause gebliebene Kinder zu Stadtranderholungen oder Ferienspielen ein. Die Programme sind attraktiv, die Preise gemäßigt, die Plätze allerdings oft knapp. Eltern müssen sich also frühzeitig informieren (bei den örtlichen Jugendämtern) und ihre Kinder anmelden.
  • Kirchengemeinden, Pfadfinder, Naturschutzgruppen, Landessportbünde und das Deutsche Jugendherbergswerk bieten Zeltlager und andere Erlebnis-Ferien für Kinder- und Jugendgruppen an. Vielen Kindern bescheren solche Reisen einen beträchtlichen Zuwachs an Selbstständigkeit und Selbstbewusstsein.
  • Vielleicht freuen sich auch die Großeltern oder andere Verwandte, wenn die Enkel (oder Nichten und Neffen) ein paar Ferientage oder -wochen bei ihnen verbringen?
  • Befreundete Familien könnten sich absprechen, ihre Kinder wechselseitig mit in die Ferien zu nehmen. Einzelkindern garantiert eine solche Lösung zusätzlich vertraute Spielgefährten am Urlaubsort!

Bei allen Bemühungen, möglichen Beschäftigungsproblemen vorzubeugen, brauchen Eltern die Ferien von Schulkindern aber nicht von A bis Z zu verplanen. Sechs- und Siebenjährige können sich durchaus auch ein paar Stunden am Tag allein vertreiben. Oft brauchen sie vorher nur ein bisschen Langeweile, bevor sie sich dazu aufraffen.

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