Mittwoch, 15:16 Uhr

Kinder in der Pfarrgemeinde

Mehr als bloßer Zeitvertreib

Ballett- und Musikschule, Sportvereine, Computerkids, Umweltgruppen: Besonders in den Städten lässt das Freizeitangebot für Schulkinder kaum Wünsche offen. Trotzdem lohnt es sich für Eltern und Kinder, bei der Suche nach spannenden Betätigungsfeldern auch einen Blick aufs schwarze Brett im Pfarrzentrum zu werfen. Die Angebote von Pfarrgemeinden versprechen ihren jüngeren Mitgliedern nämlich nicht nur Zeitvertreib, sondern vor allem auch ein Gefühl von Heimat und Zugehörigkeit, das kommerzielle Anbieter selten leisten können. Zudem sind in vielen Gemeinden engagierte Eltern herzlich willkommen, wenn sie etwas für ihren Nachwuchs auf die Beine stellen möchten. Das fängt bei der kindgerechten Gestaltung der Gottesdienste an. Eltern können gemeinsam Kindergottesdienste vorbereiten und mitgestalten. Oder sie organisieren für die Kleinen einen eigenen Wort- und Spielgottesdienst, aus dem sie nach der Predigt zu ihren Eltern in die Gemeindemesse kommen.

Kinder können sich aber auch in einem „normalen“ Gottesdienst wohl fühlen, wenn er nicht zu lange dauert und die Kinder mit einbezogen werden. Zum Beispiel, indem sie die Kerzen, das Altartuch oder die Gaben zum Altar tragen, sich mit dem Priester um den Altar versammeln und mit Gesten das „Vater unser“ beten. Anschließend können sie den Friedensgruß weitergeben.

Atem-Pause

Spuren im Sand

Eines Nachts hatte ich einen Traum:
Ich ging am Meer entlang mit meinem Herrn.
Vor dem dunklen Nachthimmel erstrahlten,
Streiflichtern gleich, Bilder aus meinem Leben.
Und jedes Mal sah ich zwei Fußspuren im Sand,
meine eigene und die meines Herrn.

Als das letzte Bild an meinen Augen
vorübergezogen war, blickte ich zurück.
Ich erschrak, als ich entdeckte,
dass an vielen Stellen meines Lebensweges
nur eine Spur zu sehen war.
Und das waren gerade
die schwersten Zeiten meines Lebens.

Besorgt fragte ich den Herrn:
„Herr, als ich anfing Dir nachzufolgen,
da hast Du mir versprochen,
auf allen Wegen bei mir zu sein.
Aber jetzt entdecke ich,
dass in den schwersten Zeiten meines Lebens
nur eine Spur im Sand zu sehen ist.
Warum hast Du mich allein gelassen,
als ich Dich am meisten brauchte?“

Da antwortete er: „Mein liebes Kind,
ich liebe dich und werde dich nie allein lassen,
erst recht nicht in Nöten und Schwierigkeiten.
Dort, wo du nur eine Spur gesehen hast,
da habe ich dich getragen.“

© 1964 Margaret Fischback Powers,
übersetzt von Eva-Maria Busch;
© der dt. Übersetzung 1996 Brunnen Verlag Gießen, www.brunnen-verlag.de

Ein besonderes Ereignis für jede Gemeinde ist es, wenn ein Kinderchor den Gottesdienst mitgestaltet. Schon Kindergartenkinder können dabei sein. Wenn sie noch nicht lesen können, lernen sie die Texte bei den Proben auswendig. Vielleicht finden sich musikalisch interessierte Eltern, die einen solchen Chor aufbauen, leiten oder mit Musikinstrumenten wie Gitarre oder Flöte begleiten?

In vielen Pfarren gibt es nur Gruppen für ältere Kinder. Dabei fühlen sich auch die Kleineren schon in einer Gruppe mit Gleichaltrigen wohl. Gruppenstunden bieten zum Beispiel die Katholische Junge Gemeinde oder die Pfadfinder an. Nicht nur die Freizeitgestaltung, sondern auch das Gemeinschaftserlebnis stehen dabei im Vordergrund.

Immer mehr Kirchengemeinden machen außerdem besonders in der Advents- und Osterzeit „offene Angebote“ für Familien, Kindernachmittage zum Beispiel oder ein ganzes Wochenende für Familien im Pfarrheim, an dem Eltern und Kinder miteinander singen, spielen, basteln und beten.

In den Ferien gibt es vielerorts Kinder-Bibelwochen oder religiöse Kinderwochen, bei denen die Mädchen und Jungen sich spielerisch und kreativ zum Beispiel mit der Noah-Geschichte oder dem Gleichnis vom verlorenen Sohn auseinander setzen.

Eine besonders attraktive Möglichkeit für Kinder, sich aktiv am Pfarrleben zu beteiligen, ist das Sternsingen. Verkleidet als die Heiligen Drei Könige besuchen sie um den 6. Januar die Häuser und Wohnungen und segnen sie. Außerdem bitten sie um Spenden für Kinder in der Dritten Welt.

So verschieden die einzelnen Pfarrgemeinden sind, so verschieden sind auch ihre Angebote für Kinder und Familien. Am einfachsten können Eltern sie im Pfarrbüro der jeweiligen Gemeinde erfragen, einschließlich Telefonnummern der jeweiligen Ansprechpartner. Eltern, die selbst mit neuen Ideen aktiv werden wollen, finden bei den haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeitern der Pfarrgemeinden weit offene Ohren.

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