Dienstag, 14:46 Uhr

Die ersten Noten

Bitte tiefer hängen!

Für manche Kinder bedeuten die ersten Noten einen erheblichen Einschnitt. In vielen Klassen entbrennt ein Wettkampf der Schüler um die besten Zensuren. Auch die Eltern schauen mit Argusaugen auf die benotete Leistung ihres Kindes. Vielleicht würde jetzt ein Blick in die Zeugnisse aus ihrer eigenen Schulzeit zeigen: Schulische Leistungen und Noten sind ziemlich relativ…

Gut deshalb, wenn Eltern dieses Thema im Familienalltag nicht zu hoch hängen und keine Hauptrolle in der Beziehung zu ihren Kindern spielen lassen. Denn: Eine Portion Gelassenheit vermittelt Kindern mehr Sicherheit als Strafen und herbe Kritik. Allerdings kann umgekehrt auch übertriebenes Lob Leistungsdruck erzeugen. Manche Kinder sind dann schon frustriert, wenn sie statt eines „Sehr gut“ ein „Gut“ nach Hause bringen.

Keinem Kind macht es Spaß, ein schlechtes Zeugnis zu haben. Misserfolg lässt das Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten sinken und verdirbt die Freude an der Schule. Kinder müssen also auch lernen, sich an ihren Leistungen messen zu lassen, mit Enttäuschungen umzugehen und Konsequenzen daraus zu ziehen, zum Beispiel sich mehr anzustrengen.

Bei Klassenarbeiten bemühen sich viele Lehrer, nicht bloß eine Note darunter zu setzen, sondern auch noch eine individuelle Beurteilung abzugeben. Das hilft dem Kind, seine Fehler zu erkennen und die eigene Arbeit selbst einzuschätzen. Aufgabe der Eltern ist es, bei einer schlechten Note gemeinsam mit ihrem Nachwuchs zu überlegen, wie die Fehler ausgemerzt werden und es beim nächsten Mal besser klappen könnte. Sie können ihm helfen, sein angeknackstes Selbstvertrauen wieder aufzubauen, indem sie ihm seine Stärken aufzeigen. Wer in Deutsch miserabel ist, kann in Mathematik ein Genie sein. Ein anderes Kind wiederum ist besonders musikalisch oder ein Ass im Sport.

Noten unter dem Durchschnitt sind sicher ein Grund, mit dem Lehrer zu sprechen und zu überlegen, was dem Kind helfen könnte. Zum Beispiel gibt es an vielen Schulen spezielle Förderkurse, Hausaufgabenhilfen oder Kurse zur Vermittlung von Arbeitstechniken.

Auf jeden Fall tun Eltern, die nur mit Blick auf die „Karriere“ auf gute Noten drängen, ihrem Kind keinen Gefallen. Grundvoraussetzung für den Lernerfolg ist vor allem, dass das Kind gern zur Schule geht, motiviert ist zum Lernen und selbstständig arbeiten kann. Außerdem sind Noten oft eine Momentaufnahme; manche „Spätentwickler“ werden noch einen gewaltigen Sprung machen. Und vor allem sollten Eltern bedenken, dass jedes Kind verschieden in seinen Fähigkeiten und Anlagen ist.

Nicht jeder kann Professor werden. Es geht also darum, dass jedes Kind seine persönlichen Fähigkeiten entwickelt und einen entsprechenden Platz im Leben findet.

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