Mittwoch, 16:57 Uhr

Erstkommunion

Jesus – ein gutes Stück Brot für die Menschen

„Er ist ein gutes Stück Brot“, sagen die Rheinländer von einem guten, hilfreichen Menschen. Diese Aussage kann auch deutlich machen, was der Empfang der heiligen Kommunion für katholische Christen bedeutet. Denn beim letzten Abendmahl, das Jesus mit seinen Jüngern vor seinem Tod gehalten hat, brach er nach alter (jüdischer) Väter Sitte Brot, gab es seinen Jüngern und sagte sinngemäß: „Ich bin Brot für euch. Jedesmal, wenn ihr euch daran erinnert und es so macht wie ich, bin ich mitten unter euch.“

Kurz darauf wurde er gefangen genommen und zum Tode verurteilt. Doch Gott ließ Jesus auferstehen. Und die Jünger erfuhren: Jesus lebt und wir können zu ihm eine neuartige lebendige persönliche Beziehung haben. An jedem Sonntag, dem Tag der Auferstehung Jesu, folgen die Christen der Einladung Gottes, den Sieg der Liebe über den Tod zu feiern. Denn die Erinnerung an das letzte Abendmahl ist mehr als die Feier eines bedeutenden historischen Gedenktages. Sie drückt die Hoffnung aus, dass es allen Christen genauso ergehen wird wie Jesus: Gott verlässt sie nicht in Krankheit und Leid, Not und Tod. Von Gott bekommt ihr Leben Sinn, auch wenn die äußeren Umstände dagegen sprechen.

Deshalb treffen sie sich als christliche Gemeinde und danken Gott dafür. Und deshalb bezeichneten die ersten Christengemeinden die Messe mit dem griechischen Wort „Eucharistie“ – Danksagung.

Atempause

Geschenkt

Ein Kind bekam zur Kommunion
einen Hunderter,
Inlineskates,
eine DVD,
eine Stereoanlage,
eine Digitalkamera,
ein Gebetbuch,
eine Kinderbibel
und das Wort seiner Mutter:
Jesus ist bei dir.

Als das Kind erwachsen war, waren
der Hunderter nichts mehr wert,
die Inliner verschwunden,
die DVD vergessen,
die Stereoanlage im Müll,
die Kamera von vorgestern.

Aber immer noch standen
im Regal die Kinderbibel,
auf der Kommode das Gebetbuch
und im Herzen das Wort der Mutter:
Jesus ist bei dir.

Anke Gossen de Chávez

Und das Brot? In der Messe wird Jesus für die Gemeinde zum Brot des Lebens, zu einem guten Stück Brot. Er wird in Brot und Wein wirklich gegenwärtig, sie werden zu Leib und Blut Jesu Christi. Deshalb empfangen die Menschen das Brot mit den Worten: „Der Leib Christi.“

Wie Jesus für die Menschen, so sollen auch die Menschen füreinander zu einem guten Stück Brot werden. Denn durch diese besondere Gemeinschaft mit Christus werden auch die Gläubigen eine Gemeinschaft. So ist die gemeinsame Feier der Messe Mittel- und Höhepunkt christlichen Lebens. Wie ein Stück Brot dem Körper Kraft gibt, so stärkt die Kommunion die Menschen innerlich auf ihrem Lebensweg. Sie ist ein persönliches Geschenk Jesu Christi, in dem er den Menschen begegnet.

Wenn Kinder zum ersten Mal zur Kommunion gehen dürfen, wird vollendet, was in der Taufe begann. Sie werden ganz eingegliedert in die Kirche. Daher ist die Feier der Erstkommunion für die Kirche und die Kinder zu Recht ein großes Fest. Und selbst wenn ein Kind am Tag der Erstkommunion sich der großen Bedeutung dieser Feier nicht voll bewusst ist, spürt es doch den besonderen Charakter dieses Tages. In der Kirche und zu Hause steht es im Mittelpunkt. Und nicht zuletzt die große Feierlichkeit und Förmlichkeit und auch die vielen Geschenke und der ganze Rummel, der um dieses Fest gemacht wird, zeigen ihm: Hier ist eine wohltuende Liebe am Werk, die das alltägliche Leben in überwältigender Weise übersteigt.

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