Donnerstag, 01:21 Uhr

Mädchen

Was Töchter stark macht

Ob als Messdiener am Altar oder auf dem Fußballplatz: Wo Jungen früher unter sich waren, mischen Mädchen heute mit. In der Schule schneiden sie meist besser ab als die männlichen Klassenkameraden. Um ihre Töchter brauchen Eltern sich also nicht zu sorgen; deren Emanzipation ist geschafft! Wirklich?

In der Welt, in die acht- bis zehnjährige Mädchen allmählich hineinwachsen, begegnen sie vielen entgegengesetzten Erwartungen.

  • Sie spüren, dass viele Erwachsene von ihnen mehr „soziales Verhalten“ erwarten als von Jungen. Sprich: dass sie im Zweifelsfall zurückstecken.
  • In Schule und Familie erleben sie häufig, dass Jungen mehr Aufmerksamkeit finden – gerade weil sie oft „stören“.
  • Industrie und Medien propagieren eine Jugendkultur, die Mädchen sehr einseitige Leitbilder vorgibt. Besonders die Werbung für Mode und Kosmetika erhebt „Schönsein“ und „Gefallen“ zum alles überragenden Ziel für Frauen und Mädchen.
  • Vor allem erkennen sie mit zunehmendem Alter immer deutlicher: Frauen bekommen Kinder und übernehmen die Verantwortung dafür, wie sie aufwachsen. Mit dieser Aufgabe und den Folgen für die Lebensplanung der Mütter lässt die (Männer-)Gesellschaft sie allein.

Diese Einflüsse und Ahnungen machen Mädchen unsicher und drücken auf ihr Selbstbewusstsein. So führen viele ihre Schulerfolge weniger auf die eigene Begabung und Leistung zurück als auf bloßes „Glück“. Und später entscheiden die meisten sich für typische, noch immer zu wenig anerkannte und geringer bezahlte „Frauenberufe“.

Mädchen brauchen also sehr wohl die Unterstützung ihrer Eltern, damit sie ihre ganz persönlichen Neigungen und Talente entfalten können.

Wenn die Tochter Interesse an Technik, Computern oder Sport zeigt, müssen die Eltern sie darin ebenso bestärken und fördern wie den Sohn. Das gilt gerade auch für die Väter; sie dürfen ihre Töchter nicht nur in ihren „weiblichen“ Qualitäten wahrnehmen.

Genauso kommt es auf das Vorbild der Mutter an. Ganz gleich, ob sie als Verkäuferin, Ärztin, Automechanikerin oder als Vollzeit-Hausfrau arbeitet: Wichtig ist, dass sie vom Wert ihrer Arbeit überzeugt ist und ihre Wünsche und Ansprüche gegenüber ihrem Mann und den Kindern gleichberechtigt wahrnimmt. Dann wird ihr Selbstbewusstsein auch auf ihre Tochter abfärben.

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