Donnerstag, 16:35 Uhr

Was tun gegen Missbrauch

Stumme Hilferufe

Klammern, Rückzug, Depressionen: Signale, die zum Handeln herausfordern!

Kindern, die Opfer von sexuellem Missbrauch werden, lässt sich das nicht von den Augen ablesen. Außer eindeutigen Verletzungen im Intimbereich gibt es keine sicheren Anzeichen, die darauf hinweisen, sondern nur Warnsignale und versteckte Hilferufe. Oft müssen Kinder mehrere Anläufe machen, bevor ein Erwachsener ihre verschlüsselten Botschaften versteht. Der wichtigste Grundsatz für Eltern heißt deshalb: Wenn ein Kind Ihnen von sexuellen Übergriffen erzählt, glauben Sie ihm unbedingt! Hellhörig werden müssen Mütter und Väter auch, wenn ein Kind sich ohne offensichtlichen Grund nicht mehr altersgerecht entwickelt, bereits erworbene Fähigkeiten nicht mehr anwendet oder durch ein ungewöhnlich „sexualisiertes“ Verhalten auffällt. Um einem sexuellen Missbrauch auf die Spur zu kommen, müssen sie diese Möglichkeit überhaupt erst in Betracht ziehen – deshalb bleiben „gute Bekannte“ als Täter so oft so lange unentdeckt. 

Auch wenn die folgenden Indizien also keine eindeutigen Hinweise auf einen sexuellen Missbrauch sind und möglicherweise ganz andere Probleme dahinterstecken: Auf jeden Fall sind sie eine Aufforderung, sich verstärkt um das Kind zu kümmern.

Bei Vorschulkindern

  • „klammert“, ist ungewöhnlich anhänglich, unterbricht und beansprucht die Eltern ständig 
  • zeigt babyhaftes Verhalten, das es eigentlich überwunden hatte – lutscht am Daumen, nässt ein…
  • ist ängstlich, unruhig oder unterwürfig 
  • wirkt verschlossen und bedrückt 
  • hat Schlafstörungen, Alpträume, fürchtet sich vor der Dunkelheit
  • fürchtet sich vor einem bestimmten Ort oder einer bestimmten Person
  • zeigt durch Sprechen, Handeln oder Malen ein ungewöhnliches Interesse an sexuellen Aktivitäten

Bei Schulkindern

  • hat Kenntnisse zur Sexualität, die seinem Alter nicht entsprechen
  • trägt mehr Kleidung als nötig
  • klagt über Kopf- oder Bauchschmerzen oder andere psychosomatische Beschwerden
  • lässt in seinen schulischen Leistungen nach
  • verliert an Selbstbewusstsein 
  • scheint in einer Traumwelt zu leben
  • verhält sich aggressiv und übergriffig
  • wird in alltäglichen Situationen plötzlich von Gefühlen übermannt 
  • ist auffallend wachsam und schreckhaft und reagiert schnell gereizt
  • erzählt nicht mehr unbefangen von alltäglichen Erlebnissen 
  • zieht sich aus dem Kontakt zu Gleichaltrigen zurück und meidet öffentliche Veranstaltungen
  • möchte sich beim Arzt oder vor der Turnstunde nicht mehr ausziehen
  • weigert sich, in fremder Umgebung zur Toilette zu gehen

Bei Jugendlichen

  • hat schulische Probleme und schwänzt den Unterricht
  • zieht sich zurück, schläft schlecht, wird misstrauisch und aggressiv, ist nicht mehr in der Lage, sich unbeschwert zu amüsieren
  • verliert das Interesse an seinem Äußeren und lässt sich zunehmend gehen
  • klagt ohne ersichtlichen Grund über körperliche Beschwerden und chronische Erschöpfung 
  • wird depressiv, leidet unter starken Stimmungsschwankungen
  • hegt Selbstmordabsichten und/oder fügt sich selbst Verletzungen zu
  • macht Andeutungen über den sexuellen Missbrauch und interessiert sich auffallend stark für Sex, Schwangerschaft und Geschlechtskrankheiten
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