Montag, 05:24 Uhr
  • Atempause

    Mitgift

    sie schenkte ihm
    ein haus
    ein kind
    ihren namen
    nicht sich
    er hoffte auf alles
    hatte haus frau kind
    und blieb allein
    sie wartete
    auf ein wunder
    sie schenkten sich
    zweithaus
    zweitkind
    und fuhren fort
    zu warten zu hoffen
    so lebten sie hin.

    Ludger Hoffmann

  • Atempause

    So ganz
    ohne Angst und
    Fessel sein

    Freiwillig
    jeden weiteren Tag
    beieinander bleiben

    Heiter
    die Nähe hören
    im Schweigen der Nächte

    und wissen
    es trägt

    Hejo Müller
    aus: Nachts wenn der Regen  fällt
    Paqué Druck und Verlag, Ramstein 1992

  • Atempause

    Geschenkt

    Ein Kind bekam zur Kommunion
    einen Hunderter,
    Inlineskates,
    eine DVD,
    eine Stereoanlage,
    eine Digitalkamera,
    ein Gebetbuch,
    eine Kinderbibel
    und das Wort seiner Mutter:
    Jesus ist bei dir.

    Als das Kind erwachsen war, waren
    der Hunderter nichts mehr wert,
    die Inliner verschwunden,
    die DVD vergessen,
    die Stereoanlage im Müll,
    die Kamera von vorgestern.

    Aber immer noch standen
    im Regal die Kinderbibel,
    auf der Kommode das Gebetbuch
    und im Herzen das Wort der Mutter:
    Jesus ist bei dir.

    Anke Gossen de Chávez

  • Atempause

    Du Jesus
    wenn Du der Weg bist
    dann führe mich hinaus
    aus der schrecklichen Enge
    meiner Zerrissenheit

    Du Jesus
    wenn Du die Wahrheit bist
    dann erhelle mit Deinem Licht
    das undurchdringliche Dickicht
    widerstrebender Ansprüche
    in mir

    Du Jesus
    wenn Du das Leben bist
    lass mich schlafen
    in Deinem Schatten
    und stärke mich neu
    durch den Charme
    Deiner mitreißenden
    Zärtlichkeit

    Marianne Willemsen

  • Atempause

    Unruhig ist mein Herz,
    denn es ruht nicht in Dir.

    Herr,
    Du erforschst mich
    und kennst mich.
    Ich jedoch möchte unerforschlich
    und unerkannt bleiben.

    Mit Leidenschaft
    umwirbst Du mich,
    Herr.
    Ich jedoch spüre,
    dass Deine Leidenschaft
    mir Leiden schafft
    und schließe meine Augen,
    meine Ohren und meine Sinne.

    Und doch,
    Herr,
    wende Dich nicht ab von mir.
    Berühre zärtlich meine Lippen.
    Küss’ mich wach
    in meiner Dornenhecke
    und schmiede die Schwerter
    meiner Albträume
    zu Pflugscharen von Visionen.

    Nur bewegt und lebendig
    kann mein Herz ruhen in Dir.

    Conrad M. Siegers

  • Atempause

    Zehn Entlastungen für Mütter und Väter

    1. Du kannst getrost darauf verzichten, Kinder zu ändern. Wenn du unbedingt jemanden ändern willst, ändere dich selbst.
    2. Kinder brauchen Grunderfahrungen. Du brauchst sie ihnen nicht zu ersparen.
    3. Kindern kannst du nichts vormachen. Also kannst du dich geben, wie du bist.
    4. Du brauchst Kinder nicht wie Kinder zu behandeln. Du kannst sie so ernst
      nehmen wie dich selbst.
    5. Kinder dürfen Fehler machen – genauso wie du.
    6. Du kannst Kindern ruhig sagen, was du denkst. Sie sagen dir dann vielleicht auch ihre Meinung.
    7. Mit Kindern kannst du vernünftig reden. Am besten verstehen sie deine Gefühle, deine Freuden, deinen Ärger, deine Verliebtheiten, deine Enttäuschungen.
    8. Du brauchst Kindern nichts beibringen wollen. Sie lernen sowieso nur, was sie wollen.
    9. Du brauchst Kinder nicht beschäftigen und dir tausend „Förderungsprogramme“ ausdenken. Das können sie allein. Sie werden sich schon melden, wenn sie dich brauchen.
    10. Du darfst Kindern vertrauen.

    Conrad M. Siegers

  • Atempause

    Selig die Menschen,
    die über sich selbst lachen können,
    sie werden viel zu lachen haben.

    Selig die Menschen,
    die einen Maulwurfshügel
    von einem Berg unterscheiden können,
    sie werden sich viel Ärger ersparen!

    Selig die Menschen,
    die sich ausruhen und schlafen können,
    ohne Entschuldigungen zu suchen.

    Selig die Menschen,
    die schweigen und zuhören können.

    Selig die Menschen,
    die klug genug sind,
    sich selbst nicht zu wichtig zu nehmen.

    Selig seid ihr,
    wenn ihr die kleinen Dinge im Leben
    ernsthaft und die ernsten Dinge
    in Ruhe betrachten könnt.

    Selig seid ihr,
    wenn ihr ein Lächeln bewundern und
    eine Grimasse vergessen könnt.

    Selig seid ihr,
    wenn ihr beten könnt.

    Selig seid ihr,
    wenn ihr in allen, denen ihr begegnet,
    den Herrn erkennen könnt.

    Quelle unbekannt;
    aus dem Französischen übersetzt
    von Conrad M. Siegers

  • Atempause

    Von guten Mächten treu und still umgeben,
    behütet und getröstet wunderbar,
    so will ich diese Tage mit euch leben
    und mit euch gehen in ein neues Jahr.

    Von guten Mächten wunderbar geborgen,
    erwarten wir getrost, was kommen mag.
    Gott ist bei uns am Abend und am Morgen
    und ganz gewiss an jedem neuen Tag.

    (Dietrich Bonhoeffer schrieb diesen Text
    1944 im Gefängnis kurze Zeit vor seiner
    Hinrichtung durch die Nationalsozialisten.)

    aus: Dietrich Bonhoeffer:
    Widerstand und Ergebung;
    © by Gütersloher Verlagshaus. Gütersloh,
    in der Verlagsgruppe
    Random House GmbH, München

  • Atempause

    Ein heiliges Abenteuer

    Ich suche nicht – ich finde.
    Suchen – das ist Ausgehen von alten Beständen.
    Und ein Finden-Wollen von bereits Bekanntem in Neuem.
    Finden – das ist das völlig Neue!
    Das Neue auch in der Bewegung.
    Alle Wege sind offen, und was gefunden wird, ist unbekannt.
    Es ist ein Wagnis, ein heiliges Abenteuer!
    Die Ungewissheit solcher Wagnisse können eigentlich nur jene auf sich nehmen,
    die sich im Ungeborgenen geborgen wissen,
    die in die Ungewissheit, in die Führerlosigkeit geführt werden,
    die sich im Dunkeln einem unsichtbaren Stern überlassen,
    die sich vom Ziele ziehen lassen und nicht – menschlich beschränkt und eingeengt – das Ziel bestimmen.
    Dieses Offensein für jede neue Erkenntnis
    im Außen und Innen:
    Das ist das Wesenhafte des modernen Menschen,
    der in aller Angst des Loslassens doch die Gnade des Gehaltenseins
    im Offenwerden neuer Möglichkeiten erfährt.

    Pablo Picasso

  • Atempause

    Am ersten Tag

    Was ich am ersten Tag meines Lebens
    schon alles gemacht habe:

    Ich bin auf die Welt gekommen,
    habe meine Mutter und meinen Vater
    zu Eltern gemacht und die Eltern
    meiner Eltern zu Großeltern.

    Viele meiner künftigen Mitmenschen
    habe ich glücklich gemacht,
    einige stolz, andere ängstlich,
    einige neugierig (auf mein Geschlecht),
    andere besorgt um mein Wohl.

    Und das alles mit lautem Gebrüll
    nach neun Monaten Warten.

    So bin ich!
    Eure Tochter/Euer Sohn

    Conrad M. Siegers

  • Atempause

    An meinen Schutzengel

    Den Namen weiß ich nicht. Doch du bist einer
    Der Engel aus dem himmlischen Quartett,
    Das einstmals, als ich kleiner war und reiner,
    Allnächtlich Wache hielt an meinem Bett.

    Wie du auch heißt – seit vielen Jahren schon
    Hältst du die Schwingen über mich gebreitet
    Und hast, der Toren guter Schutzpatron,
    Durch Wasser und durch Feuer mich geleitet.

    Du halfst dem Taugenichts, als er zu spät
    Das Einmaleins der Lebensschule lernte.
    Und meine Saat, mit Bangen ausgesät,
    Ging auf und wurde unverhofft zur Ernte.

    Seit langem bin ich tief in deiner Schuld.
    Verzeih mir noch die eine – letzte – Bitte:
    Erstrecke deine himmlische Geduld
    Auch auf mein Kind und lenke seine Schritte.

    Er ist mein Sohn. Das heißt: er ist gefährdet.
    Sei um ihn tags, behüte seinen Schlaf.
    Und füg es, daß mein liebes schwarzes Schaf
    Sich dann und wann ein wenig weiß gebärdet.

    Gib du dem kleinen Träumer das Geleit.
    Hilf ihm vor Gott und vor der Welt bestehen.
    Und bleibt dir dann noch etwas freie Zeit,
    Magst du bei mir auch nach dem Rechten sehen.

    Mascha Kaléko
    aus: In meinen Träumen läutet es Sturm.
    © 1977 Deutscher Taschenbuch Verlag,
    München

  • Atempause

    Mich setzen

    Mich setzen
    alles Erlebte dieses Tages setzen lassen
    dir anvertrauen

    Tief ein- und ausatmen
    Dankbarkeit spüren
    über all das Gelungene
    das mich nun ausruhen lässt

    Tief ein- und ausatmen
    innehalten
    mit all den ungelösten Fragen
    damit ich sie danach
    mit neuer Kraft angehen kann

    Einfach dasitzen
    weil du in mir wohnst und wirkst
    und mich im Ein- und Ausatmen
    erleben lässt
    wie mein Wert aus meinem Sein entspringt

    Pierre Stutz
    aus: 50 Rituale für die Seele,
    © 2011 Herder Verlag GmbH, Freiburg i. Br.

  • Atempause

    Machtlos

    Ich bin Gott für dieses Kind.
    Und doch
    kann ich es nicht zum Schlafen bringen,
    wie ich es will.

    nach Nancy Fuchs

  • Atempause

    Vaterglück

    Nicht nur
    an ein Wunder glauben
    Nein, es sehen
    mit eigenen Augen
    und es in den Armen halten
    voller Angst
    es könnte zerbrechen
    und mitfühlen
    mit dem Glück der Mutter
    die ihm Leben schenkt
    und Geborgenheit gibt
    an ihrer Brust

    Conrad M.Siegers

  • Atempause

    Das Kostbarste im Leben

    Das Kostbarste im Leben
    ist zugleich das Verletzlichste.
    Tautropfen können
    schon morgen zu Tränen werden.
    Was heute blüht,
    kann jederzeit verdorren.
    Darum lass uns
    den Augenblick genießen.
    Jetzt.

    Ingrid Schreiner
    aus: Zu Zweit. Adventsmomente für die ­Partnerschaft,
    © Echter Verlag Würzburg 2014, S. 17

  • Atempause

    begreifen wir

    ein Kind ist uns geboren
    an einem Tag im Mai
    Mikrocephalus sagen die Ärzte
    motorisch und psychisch retardiert

    Nils kann schon sitzen
    Sebastian kann Papa rufen
    Unser Kind kann lächeln

    Miriam kann krabbeln
    Birgit kann jetzt laufen
    Natascha kann auf Treppen steigen

    Mirko kann alleine essen
    Nina kann aus der Tasse trinken
    Unser Kind kann glücklich sein

    Sascha kann ein Liedchen singen
    Dominik kann Ball spielen
    Mikel kann schon Bilder malen
    Unser Kind kann lieben

    Gerd Gotzmann

  • Atempause

    Jetzt

    Das Kostbarste im Leben
    ist zugleich das Verletzlichste.
    Tautropfen können
    schon morgen zu Tränen werden.
    Was heute blüht,
    kann jederzeit verdorren.
    Darum lass’ uns
    den Augenblick genießen.
    Jetzt.

    Ingrid Schreiner
    aus: Zu Zweit.
    Adventsmomente für die Partnerschaft
    © Echter Verlag Würzburg 2014, S. 17

  • Atempause

    Mein Traum

    Ich habe einen Traum von meinem Leben:
    Alle Menschen leben in Frieden und glücklich zusammen.
    Keiner braucht sich mehr Sorgen um die Zukunft zu machen,
    nicht für sich und nicht für seine Kinder.
    Alle gehen liebevoll miteinander um.
    Kein Unrecht geschieht,
    jede und jeder darf so sein, wie er und sie möchte.
    Ich habe einen Traum von meinem Leben,
    von mir und meiner Familie.
    Den ich heute leben kann.

    Martin Bartsch

  • Atempause

    Du bist du

    Du bist du.
    Du bist keine Kopie
    von irgendwem.
    Es gibt dich nur als Original.
    Verzeih mir,
    wenn ich dich manchmal
    mit anderen vergleiche.
    Sieh es mir nach,
    dass ich von Zeit zu Zeit
    Anstoß nehme
    an deinen Ecken und Kanten.
    Du bist eben du.
    Und so — genau so —
    liebe ich dich.

    Ingrid Schreiner
    aus: Zu Zweit.
    Adventsmomente für die Partnerschaft
    © Echter Verlag Würzburg 2014, S. 73

  • Atempause

    Was wir könnten

    Wir könnten Menschen sein.
    Einst waren wir schon Kinder!
    Wir sahen Schmetterlinge,
    wir standen unter dem silbernen Wasserfall.
    Wir sahen den huschenden Glanz
    im Innern der Muschel.
    Wir sahen alles,
    wir hielten die Muschel ans Ohr;
    wir hörten das Meer.
    Wir hatten Zeit!

    Max Frisch
    aus: Gesammelte Werke,
    Suhrkamp Verlag

  • Atempause

    Ihr beide

    Ihr beide
    seid das Licht in dieser Welt
    Euer Erscheinen macht froh
    Eure Nähe macht warm
    Eure Liebe macht sehend
    Diese Welt braucht Euer Licht
    Löscht es nicht aus

    Conrad M. Siegers

  • Atempause

    Das Schönste für ein Kind ist Sand.
    Ihn gibt‘s immer reichlich.
    Er rinnt unvergleichlich
    zärtlich durch die Hand.
    Weil man seine Nase behält,
    wenn man auf ihn fällt,
    ist er so weich.
    Kinderfinger fühlen,
    wenn sie in ihm wühlen,
    nichts und das Himmelreich.

    Denn kein Kind lacht
    über gemahlene Macht.

    Joachim Ringelnatz

  • Atempause

    Für dich

    sind sie noch kleine Kinder.
    Aber ihre Schuhe zeigen,
    dass sie bald schon
    eigene Wege gehen.
    Aufhalten kannst du sie nicht.
    Du kannst für das Schuhwerk sorgen.
    Und Gott bitten,
    dass er deinen Kindern
    sichere Wege gibt
    und verlässliche Freunde.

    Quelle unbekannt

  • Atempause

    Segenswunsch

    für Luc zum 2. Geburtstag

    Wir wünschen Dir

    dass Du die Liebe,
    die wir Dir schenken,
    anderen mitteilst,

    dass die Freude,
    die wir Dir machen,
    auf andere ausstrahlt,

    dass die Hindernisse,
    die Dir begegnen,
    Dich stark machen,

    dass das Unglück,
    das Dich trifft,
    nicht mutlos macht,

    dass jeder Streit,
    in den Du gerätst,
    Dich einfühlsamer und zärtlicher macht.

    Wie Du selbst gesegnet bist,
    so werde zum Segen für andere.

    Conrad M. Siegers

  • Atempause

    Geduld und Liebe

    Geduld und Liebe
    lassen uns ernten,
    was wir gesät haben.
    Wir pflücken
    vom Baum des Lebens,
    was er uns schenkt.
    Wir ernten,
    was in uns gewachsen ist.
    Wir genießen
    die Farben der Reife
    und die Fülle der Früchte.
    Wir ernten,
    was wir gesät haben.
    Jeden Tag neu.

    Ingrid Schreiner
    aus: Zu Zweit. Adventsmomente
    für die Partnerschaft,
    © 2014 Echter Verlag GmbH, Würzburg

  • Atempause

    Miriam

    Miriam
    in ihrem neuen Hochbett

    wie der kleine Affe im Baumnest
    ruhigeren und tieferen Schlafs
    Träume

    Das Gesicht so entrückt,
    als wäre es nicht von der Welt
    Und es sind Gottes Hände auch
    die von oben greifen
    und Dich
    durch Fährnisse tragen

    Franz Forster

  • Atempause

    Du hinter uns

    Du hinter uns
    hinter allem, was war
    Kraft, die hervorbringt
    die Leben will
    Entfaltung

    Du in uns
    in allem, was ist
    Kraft, die durchdringt
    die Reifung will
    Verwandlung

    Du vor uns
    vor allem, was wird
    Kraft, die vorantreibt
    die Liebe will
    Vollendung

    Lothar Zenetti
    aus: Auf Seiner Spur. Texte gläubiger
    Zuversicht © Matthias Grünewald Verlag der Schwabenverlag AG, Ostfildern 2011. www.verlagsgruppe-patmos.de

  • Atempause

    Darum du

    weil du mich ganz in die Gegenwart holst,
    meine Gedanken ganz auf den Moment
    und dich verDICHtest.
    Ohne Druck, ohne Überreden,
    passiert es ganz automatisch und leicht.
    Einfach durch dich.

    Weil das Grübeln dann nichts bringt,
    und all das, was wir wichtig nennen,
    sich geradezu lächerlich macht,
    vor deinem rotbewangten Lachen.

    Darum.
    Du!

    David Walbelder

  • Atempause

    Wenn ich meine Kinder ansehe
    wie sie schreien und toben
    weinen und zornig sind
    wie sie stolpern und fallen
    dann denke ich Dein Reich
    es kommt nie
    Wenn ich meine Kinder ansehe
    wie sie juchzen und singen
    lachen und glücklich sind
    wie sie hüpfen und springen
    dann denke ich
    Dein Reich
    es ist schon da

    Andrea Kohlen

  • Atempause

    Engel

    Engel
    du unsichtbarer,
    unbegreiflicher Begleiter.
    Verliere uns nicht
    aus den Augen.
    Lass uns erkennen,
    wenn du Zeichen setzt
    für die Gegenwart
    des Göttlichen
    in unserem Leben.

    Ingrid Schreiner
    aus: Ingrid Schreiner, Zu Zweit. Adventsmomente für die Partnerschaft, © 2014 Echter Verlag GmbH, Würzburg

  • Atempause

    Nicht immer

    das Vollkommene
    erwarten
    dem Unvollkommenen
    trauen
    Raum geben
    für neue Entdeckungen
    das Geschenkte
    annehmen
    absichtslos
    der Sehnsucht trauen
    und mutig
    neue Pfade betreten.

    Roswitha Paas

  • Atempause

    Schütze du,
    was mir heilig ist,
    weil ich es selbst
    nicht vermag.

    Hüte du,
    die mir lieb sind,
    weil ich sie selbst
    nicht behüten kann.

    Erhelle du,
    was mir Angst macht,
    weil du selbst
    das Licht bist.

    Berge du,
    was ich begonnen habe,
    weil du selbst
    die Vollendung bist.

    Martina Kreidler-Kos
    aus: Martina Kreidler-Kos / Nikolaus Kuster / Ancilla Röttger (Hg.): Mein Leben leuchten lassen. Heute beten mit Klara und Franz von Assisi, © Patmos Verlag der Schwabenverlag AG, Ostfildern 2015. www.verlagsgruppe-patmos.de

  • Atempause

    Gott des Friedens,
    was ich zurzeit erlebe,
    geht über meine Kraft
    und ich drohe außer mir zu geraten.

    Stärke mich mit deinem Geist,
    dass meine Seele den inneren Frieden nicht verliert
    und ich in Freiheit handlungsfähig bleibe:

    Lass mich mit der Zunge Frieden bewahren,
    in meinem Denken nicht aggressiv werden,
    in meinem Herzen nichts Böses wünschen
    und die Fassung nicht verlieren.

    Lass mich klar und gut reagieren,
    befreiend für mich
    und für jene, die mir zusetzen.

    Niklaus Kuster
    aus: Martina Kreidler-Kos / Nikolaus Kuster /
    Ancilla Röttger (Hg.): Mein Leben leuchten lassen.
    Heute beten mit Klara und Franz von Assisi,
    © Patmos Verlag der Schwabenverlag AG, Ostfildern 2015.
    www.verlagsgruppe-patmos.de

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