Freitag, 13:23 Uhr

Oktober 2012

Spaß mit Oma und Opa

Meine Eltern  wollen öfter etwas mit unseren Kindern ( Lukas ist 8, Marie 10) unternehmen. Doch mittlerweile reagieren unsere Kinder darauf, diplomatisch ausgedrückt, zurückhaltend. Ich finde das sehr schade, gerade weil sich alle mögen. Was kann ich tun, um das gute Verhältnis von Großeltern und Enkeln zu bewahren?

Kinder werden älter, und, genauso wichtig: Ihre Vorlieben und Interessen wechseln schnell. Und auch Großeltern verändern sich; manches, was sie früher gern mit den Enkeln unternommen haben, fällt ihnen heute vielleicht schwer. Damit verändern sich die Möglichkeiten für die beiden Generationen, etwas gemeinsam zu unternehmen. Außerdem unterscheiden sich oft die Vorstellungen davon, was sie als „schön“ empfinden. Dann kommt manches, was die Großeltern gut gemeint und vielleicht schon liebevoll vorbereitet haben, bei den Enkeln nur noch als „Pflichtübung“ an.

Diese Unterschiede gilt es wahrzunehmen, sonst münden die guten Absichten beider Seiten womöglich in Enttäuschungen oder gar Entfremdung. Gut deshalb, dass Sie die Initiative übernehmen und zwischen Ihren Eltern und Kindern moderieren wollen. Am besten laden Sie sie einfach zu einem zwanglosen „runden Tisch“ ein (bei Kaffee und Kuchen oder am Grill) und bringen das Thema zur Sprache. Was möchten die Großeltern gern mit den Enkeln unternehmen, was fänden die Enkel spannend? Wann wären die besten Zeiten dafür? (Acht- und Zehnjährige haben oft schon ihre eigenen Terminpläne, und ein Sonntagsausflug mit den Großeltern lockt wenig, wenn gleichzeitig ein Fußballturnier der eigenen Mannschaft ansteht!) Und vergessen Sie dabei bitte nicht:

  • Ihre Kinder sind inzwischen in einem Alter, in dem sie sich im Verhältnis zu den Großeltern von „Empfängern“ mehr und mehr zu „Partnern“ entwickeln. Vielleicht fände Marie es ja toll, mit den Großeltern zur Abwechslung mal am Computer zu „daddeln“ statt „Mensch-ärgere-dich-nicht“ zu spielen?
  • Auch die Interessen von Marie und Lukas gehen wahrscheinlich auseinander. Warum sollen also die Großeltern nicht mal etwas mit ihr, mal etwas mit ihm unternehmen statt grundsätzlich alles mit „den Kindern“? 

Achten Sie dabei auch auf Ihre eigene Rolle. Als Mutter /Vater stehen Sie genau dazwischen. Sie können als Moderator/in oder Vermittler/in auftreten,  um bei der Suche nach Lösungen zu helfen. Machen Sie sich aber bitte klar, dass die Verantwortung dafür nicht bei Ihnen liegt, sondern bei Ihren Eltern und Ihren Kindern; den Spaß, den sie auch in Zukunft hoffentlich miteinander haben werden, können Sie nicht verordnen.

Weitere Artikel und Linktipps zu diesem Thema finden Sie unter Familie von A-Z -> Großeltern

 

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