Mittwoch, 15:28 Uhr

Dezember 2015

Selbstbestimmt statt „richtig deutsch“

Zu Weihnachten werden uns die Eltern meines Mannes sowie seine Schwester samt Mann und zwei Kindern (7 und 9) besuchen. Die Familie meiner Schwägerin lebt in den USA, deshalb freuen mein Mann und ich und unsere Jungs (11 und 14) umso mehr auf den seltenen Besuch. Allerdings spüren mein Mann und ich uns auch ein bisschen unter Druck, ein richtig romantisches „deutsches“ Weihnachtsfest zu gestalten. Außerdem verstehe ich mich nicht gut mit meiner Schwiegermutter, die mich oft kritisiert. Was können wir im Vorfeld tun, damit das Fest gelingt?

Die wichtigste Voraussetzung ist schon gegeben: Sie freuen sich auf den Besuch Ihrer Schwägerin und ihrer Familie.

Bedenken bekomme ich allerdings bei dem Stichwort „ein richtig romantisches ,deutsches' Weihnachtsfest“. Was ist das überhaupt? Wahrscheinlich gehen die Vorstellungen darüber von Familie zu Familie weit auseinander. Deshalb würde ich erst gar nicht versuchen, irgendwelche Bilderbuch-Szenen zum Leben zu erwecken, die Ihren eigenen Vorstellungen möglicherweise nur am Rande entsprechen. Viel wichtiger ist doch, was für Ihre Familie Weihnachten ausmacht: Ist es die Christmette, das Zusammensein, bestimmte Rituale, ein traditionelles Familienessen, die Art den Baum zu schmücken, gemeinsames Singen und Musizieren oder, oder, oder? Nur wenn Sie selbst von Ihrer Art zu feiern überzeugt sind, können Sie auch andere überzeugen!

Am besten setzen Sie sich also zunächst mit Ihrem Mann und Ihren Kindern zusammen und besprechen Sie miteinander, wie Sie sich das Fest vorstellen, was Sie unbedingt möchten und was auf keinen Fall. Beziehen Sie dann aber auch Ihre Gäste in die Planung ein. Hat die Familie Ihrer Schwägerin ihrerseits bestimmte Wünsche? Und Ihre Schwiegereltern? Vielleicht möchten sie ja auch selbst einen Beitrag zu der gemeinsamen Feier leisten und/oder bestimmte Aufgaben bei der Vorbereitung übernehmen? Das gilt auch für die Kinder Ihrer Schwägerin und Ihre Söhne; sie sind ja inzwischen in einem Alter, in dem sie schon einige Weihnachtserfahrung und -erwartungen haben und selbst etwas zur Gestaltung der Feier beitragen können. Sie alle zu beteiligen, lohnt sich auch deshalb: Alle fühlen sich für die Feier verantwortlich, kommen aus der Rolle von bloßen „Konsumenten“ heraus – und das Mosern hinterher fällt umso schwerer.

In unserer Rubrik Familie von A-Z finden Sie weitere interessante Artikel und Infos zu dem Thema Entwicklung des Kindes.

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