Sonntag, 17:14 Uhr

März 2019

Eingewöhnung, zum zweiten

Eingewöhnung, zum zweiten©

Eigentlich hatte sich Fabian (2) in der Kita gut eingewöhnt. Doch jetzt, nach unserer Rückkehr aus einem zweiwöchigen Urlaub, weint er an jedem Morgen herzzerreißend, wenn mein Mann oder ich ihn zur Kita bringen. Zwar versichern uns die Erzieherinnen, dass Fabian, wenn wir fort sind, nicht mehr lange weint und sehr bald „ganz normal“ mit seiner Freundin Carla spielt. Trotzdem beunruhigt mich Fabians Verhalten sehr, und ich würde uns beiden diese Episoden gerne ersparen.

Die Eingewöhnung in der Kita muss nicht nach einigen Wochen abgeschlossen sein. Nach längeren Auszeiten, sei es wegen Krankheit oder Urlaub, kann es durchaus zu „Rückfällen“ kommen. Möglicherweise hat sich ja in der Kita in der Zwischenzeit das eine oder andere verändert, zum Beispiel was die bevorzugten Spielpartner oder die Tagesrhythmen der anderen Kinder angeht. An diese Veränderungen müsste sich Fabian erst gewöhnen, und es wäre verständlich, wenn er sich deswegen zuerst einmal „fremd“ fühlt und einen Neustart braucht.  

Genauso verständlich ist auch Ihre Beunruhigung. Sie brauchen jetzt eine gute Portion inneren Stärke und Geduld, um Fabian liebevoll zu begleiten. Ganz entscheidend kommt es auf Ihr Vertrauen in die Erzieherinnen und in Ihren Sohn selbst an. Fabian braucht die Gewissheit und Sicherheit seiner Eltern, dass die Kita ein guter Platz für ihn ist. Die Erinnerung daran, dass Sie diese Kita für Fabian ja aus guten Gründen ausgewählt haben, und eine enge Abstimmung mit den Erzieherinnen können Sie in dieser Überzeugung bestärken. Und nicht zuletzt können Sie ja darauf vertrauen, dass Fabian die Eingewöhnung schon einmal geschafft hat! Umso gelassener können Sie der Situation begegnen, und umso eher wird auch Fabian spüren: „Du schaffst das.“  

Versuchen Sie bitte auch, die Situation nicht über Gebühr zu dramatisieren. Zum einen: Auf ein schwerwiegendes Problem in der Kita würde Fabian viel heftiger reagieren. Zum zweiten: Auch nach einer hundertprozentig gelungenen Eingewöhnung und ohne Krankheits- oder Urlaubs-bedingte Auszeiten kann es jederzeit zu Situationen kommen, in denen ein Kind sich gegen den Kita-Besuch sträubt und am liebsten zu Hause bliebe. Und dritten: Wäre es nicht merkwürdig, wenn Zweijährigen Trennungen von den Eltern total egal wären? Verstehen Sie Fabians Tränen deshalb bitte als Ausdruck ihrer momentanen Gefühle, und gestehen Sie ihm diese Gefühle auch zu. So  vermitteln Sie Fabian den Eindruck, dass die Situation und ihre Reaktion darauf normal und „gut so“ sind, und machen es ihm leichter, sich damit (wieder) anzufreunden.              

In unserer Rubrik Familie von A-Z finden Sie weitere interessante Artikel und Infos zu dem Thema Entwicklung des Kindes.

Foto: istockphoto.com

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