Freitag, 01:38 Uhr

Liebe Eltern,

anfangs war das gar nicht so einfach, wenn ich mich mit meinem Lieblingskollegen Markus auf einen Cappuccino oder Salat verabredete. Solange ich mich danach erkundigte, was in der Firma gerade so lief und was die Projekte machten, an denen wir bis zu meiner Schwangerschaft gemeinsam gearbeitet hatten – alles prima. Aber wenn ich dann ausführlich von unserem Sohn erzählen wollte, von den aktuellen Fragen, Sorgen, Herausforderungen, vor die er mich stellte, dann merkte ich schnell: Das alles langweilte Markus nur. „Du wolltest doch, wenn du mal Kinder hast, nicht immer über Kinder reden …“, hielt er mir entgegen, als ich ihn darauf ansprach. „Stimmt, Markus. Aber genauso wie dich meine Meinung zu Kunden, Produktqualitäten und dem neuen Abteilungsleiter interessiert, möchte ich auch gerne deine Kommentare zu meinen Alltagsthemen hören, auch wenn du keine Kinder hast. Es geht mir um deinen gesunden Menschenverstand, und ich fände es richtig nett, wenn du da mitziehst.“

Seitdem geht’s uns bei unseren Treffen besser. Auch weil wir gelegentlich entdeckten, dass Kinder erziehen und Projektplanung manches miteinander gemein haben. So tat es uns gut, trotz völlig unterschiedlicher Lebenssituationen in Verbindung zu bleiben. Mit manchen FreundInnen erlebte ich das übrigens ganz ähnlich, mit anderen lebte ich mich auseinander. So ist es wohl, das Leben.

Elisabeth Amrhein

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