Freitag, 01:40 Uhr

Liebe Eltern,

jedesmal, wenn ich unsere Kinder bei Oma und Opa abhole, werde ich ein bisschen neidisch. Denn dann bekomme ich zu hören: wie ordentlich die drei gegessen haben (von der Oma) und wie tüchtig sie Opa im Garten geholfen haben (von den Kindern).

Später dann zu Hause: Helfen? Bettina und ich sind schon dankbar, wenn unsere Chaoten uns mal nicht durch Wasserschlachten beim Händewaschen Mehrarbeit machen. Beim Abendbrot nölt Lukas (3) minutenlang, weil sein Lieblingskäse fehlt, und Anna muss unbedingt ausprobieren, ob sie aus dem angebissenen Brötchen „alles Weiche“ mit dem Finger herauspulen kann.

„Als Großvater hast du den vollen Spaß und kannst nachts ungestört schlafen“, freut sich der Oscar-Preisträger Tom Hanks. Mag sein – Oma und Opa können die Highlights des Lebens mit Kindern genießen und die Mühen der Erziehung weitgehend uns Eltern überlassen. Andererseits: Ohne ihre zuverlässigen Babysitter-Dienste sähen wir Eltern oft alt aus. Und wäre es mir lieber, wenn unsere Kinder daheim Wohlerzogenheit vorführten und ihre Aufstände und Experimente bei den Großeltern und anderswo „draußen“ veranstalteten? Schluss also mit dem Selbstmitleid! Immerhin zeigt das Verhalten der Kinder ja auch: Irgendetwas haben wir wohl richtig gemacht.

Ihr

Josef Pütz

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