
Als Mama / Papa bist du die erste und wichtigste Bezugsperson für dein Kind und seine verlässliche Basis. Neben der Grundversorgung – also Ernährung, Hygiene und Sicherheit bzw. Schutz – braucht dein Kind auch die Bindung an dich. Anders als Erwachsene können Babys ihre Situation noch nicht bewusst überdenken. Sie brauchen daher Menschen, die auf ihre sogenannten sozialen Grundbedürfnisse eingehen. Diese gelten als Kernaussagen der Individualpsychologie und sind in allen Menschen grundgelegt:
Jeder Mensch, auch das Kind, will
Diese Grundbedürfnisse bilden die psychosoziale Basis der Entwicklung deines Kindes: Von Anfang an versucht es, seinen Platz in der Familie zu finden. Auf der Grundlage seiner Erfahrungen entwickelt es bestimmte Verhaltensweisen, um dazuzugehören, wichtig zu sein, sich fähig und geborgen zu fühlen. Zum Beispiel stellt es fest, wie es durch sein Lächeln Aufmerksamkeit gewinnt. Oder was es tun muss, damit auf sein Unwohlsein eingegangen wird. Jedes Kind lernt aus diesen Erfahrungen auf seine ganz persönliche Weise.
Dein Kind möchte dazugehören und sich geliebt fühlen. Dazu benötigt es immer wieder deine liebevolle Zuwendung.
Dein Kind kann sich wichtig fühlen, wenn du es als Person wahrnimmst. Zum Beispiel fühlt es sich durch Blickkontakt, körperliche Nähe und dein aufmerksames Interesse positiv bestätigt.
Das Gefühl, fähig zu sein, kann sich in einer anregenden Umgebung entfalten: Trau deinem Kind etwas zu, bezieh es mit ein und reagiere feinfühlig auf seine Signale.
Sicherheit und Geborgenheit erfährt dein Kind durch deine Fürsorge und körperliche Nähe.
Die sozialen Grundbedürfnisse im Blick zu behalten, ist durchgängig wichtig – nicht nur in den ersten Lebensmonaten, sondern auch später. Wodurch sie erfüllt werden, das verändert sich jedoch und hängt eng mit dem jeweiligen Entwicklungsstand deines Kindes zusammen. In den Elternbriefen gehen wir passend zum Alter deines Kindes immer wieder darauf ein.