Donnerstag, 16:12 Uhr

Ein Netzwerk für Eltern

Du bist nicht allein

Ein Netzwerk für Eltern

Es braucht ein Dorf, um ein Kind großzuziehen, sagt ein afrikanisches Sprichwort. Gerade in den ersten Wochen tut es jungen Eltern gut, tatkräftige Unterstützung zu bekommen. Als „erste Adressen“ bieten sich Großeltern und andere nahe Verwandte an. Auch der Freundeskreis und die Nachbarschaft können Aufgaben übernehmen.

Stillen, Pflege, Entwicklung

In der Regel haben Mütter bis zwölf Wochen nach der Geburt Anspruch auf eine Hebamme, die sie zu Hause aufsucht und in allen Fragen rund ums Stillen, Pflege und Entwicklung des Babys berät und anleitet. Sie kümmert sich auch um die Gesundheit der Mutter und berät sie bei seelischen und / oder sozialen Problemen.

Vorsorgeuntersuchungen

Kinderärztin und Kinderarzt sind nicht nur im Krankheitsfall gefordert, sondern vor allem bei den Vorsorgeuntersuchungen („U’s“). Hier wird die kindliche Entwicklung begutachtet und, wenn nötig, frühzeitig für Förderung gesorgt. Das Baby kurz nach der Entlassung aus der Geburtsklinik in der Kinderarztpraxis vorzustellen, ist deshalb empfehlenswert – auch wenn es kerngesund ist.

Beratung für Eltern

Bis zu drei Jahre nach der Geburt können Eltern sich an eine Schwangerschaftsberatungsstelle wenden. Die Mitarbeiter:innen dort informieren über finanzielle Hilfen für junge Familien, unterstützen beim Umgang mit (Sozial-)Behörden, bei der Suche nach einer Wohnung, einer Tagesmutter oder Kita und vermitteln ehrenamtliche Hilfen. Außerdem beraten und begleiten sie vor allem minderjährige und alleinerziehende Eltern sowie Mütter und Väter mit besonderen gesundheitlichen oder seelischen Belastungen.

Netzwerke Frühe Hilfen

Viele Schwangerschaftsberatungsstellen sind eingebunden in Netzwerke Frühe Hilfen, die meist bei den örtlichen Jugendämtern angesiedelt sind. Sie vermitteln zum Beispiel den Einsatz von Familienhebammen, die Familien in schwierigen Lebenslagen nach der Geburt ein Jahr lang zu Hause besuchen. Außerdem informieren die Netzwerke über Angebote wie Elterncafés, in denen Mütter und Väter auch Kontakt zu Fachkräften knüpfen können, Gruppen zur Entwicklungsförderung der Kinder und / oder Familienpat:innen, die junge Eltern stundenweise unterstützen und entlasten.

Adressen von Schwangerschaftsberatungsstellen
und „Frühen Hilfen“ finden Eltern unter
www.skf-zentrale.de
www.caritas.de/hilfeundberatung
www.ogy.de/fruehe-hilfen

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