Donnerstag, 16:10 Uhr

Willkommen, Baby!

Das Glück der ersten Tage

Willkommen, Baby!

Wie wird mein Kind wohl aussehen? Was für ein Mensch wird es sein? In den vergangenen neun Monaten hast du dich wahrscheinlich oft gefragt, wie sich das „neue“ Leben mit dem Baby wohl anfühlen mag. Vielleicht haben dir alle möglichen Leute erzählt, was da auf dich zukommen wird: Die werdenden Großeltern, Freundinnen und Freunde mit eigenen Kindern, deine Hebamme oder Kolleg:innen. Vielleicht hast du dich in Online-Foren, auf Social Media oder in Büchern und Blogs informiert. Jetzt ist dein Baby endlich da. Und du stellst fest: Man kann sich Vieles vorstellen. Doch im echten Leben kommt es dann doch irgendwie ganz anders ... 

In den ersten Stunden und Tagen nach der Geburt werden Mütter und Väter überschwemmt von Gefühlen. Da ist die zärtliche Liebe, die das Baby weckt. Die Begeisterung über den ersten Blickkontakt. Der Stolz, wenn andere das Baby bewundern. Und da ist Staunen über das Wunder dieses neuen Lebens. Viele Mütter und Väter entdecken durch dieses Erlebnis möglicherweise wieder einen neuen Zugang zu Gott.

Neuer Rhythmus

Doch auch ganz andere Gefühle lernen junge Eltern jetzt kennen. Manche durchleben einen Absturz aus ihren Träumen. Bei einigen wächst sich der „Babyblues“ sogar zu einer nachgeburtlichen Depression aus. Wohl alle Eltern erleben Momente, in denen sie sich überfordert fühlen. Nicht mehr die eigenen Wünsche und Pläne, sondern die Bedürfnisse des Babys bestimmen jetzt den Lebensrhythmus. 

Neue Themen

Es gibt viele neue Themen: Zum Freuen. Zum Reden. Zum Streiten. Da ist es ganz normal, sich zwischendurch gestresst zu fühlen. Es ist ein Prozess, sich an das Leben mit dem Baby zu gewöhnen und sich miteinander vertraut zu machen. Niemand kann und soll perfekt sein.

Willkommen, Baby!

Neue Situationen

Mütter und Väter, die ihr Baby liebevoll beobachten, verstehen sein Verhalten immer besser, reagieren feinfühlig und situationsorientiert darauf und tun das, was es braucht.

Unterstützt wird das, wenn Eltern sich intensiv dem Neugeborenen widmen und sich Zeit nehmen, ihr Baby – und auch sich selbst in der neuen Rolle als Mama und Papa – intensiv kennenzulernen,

  • sich von den Signalen des Babys und den eigenen Gefühlen leiten lassen,
  • klare Prioritäten setzen: Das Baby geht vor – anderes darf liegen bleiben,
  • nicht zu viel von sich selbst erwarten: 
unsicher zu sein, ist okay,
  • die Aufgaben partnerschaftlich teilen,
  • Unterstützung von Eltern, Freund:innen und Nachbar:innen zulassen
  • und auch immer wieder für sich selbst sorgen.
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