
Babys können nur schreien? – Weit gefehlt! Von Anfang an nutzen sie ein erstaunlich vielfältiges Repertoire von Mimik, Gestik und anderen körperlichen Signalen, um ihr körperliches und seelisches Befinden auszudrücken.
Eine gleichmäßige, ruhige Atmung, fließende Bewegungen, entspannte Züge, aufmerksamer Blickkontakt, lächeln, glucksen oder brabbeln zeigen: Mir geht es gut, ich bin neugierig und offen.
Anders, wenn das Baby fahrig oder abgehackt zappelt, mit Armen und Beinen rudert, den Körper überstreckt. Das heißt: Mir wird’s zu viel, bitte lasst mich in Ruhe. Es wendet den Blick ab, schließt einfach die Augen, fixiert starr einen Punkt. Oder es führt die Hände zum Mund, um daran zu saugen und zu nuckeln. Überforderte Babys drehen sich weg, ballen ihre Hände zur Faust, spreizen ihre Finger, krallen die Füße, beginnen zu quengeln, zu meckern oder zu schreien.

Lächeln & Blickkontakt:
„Ich
fühle mich bei dir wohl.“ – Es zeigt Geborgenheit und Sicherheit.
Schmatzen, Kopfdrehen, Hände
im Mund:
„Ich möchte trinken.“ – Dein Baby signalisiert Durst / Hunger.
Gähnen, Augenreiben, Wegschauen:
„Ich brauche eine Pause.“ – Typische Anzeichen für Müdigkeit.
Strampeln & lebhafte Arme:
„Kümmer dich um mich.“ – Es wünscht sich Nähe und Zuwendung.
Feste Fäustchen, Anspannung, Unruhe:
„Es ist mir zu viel.“ –
Dein Baby fühlt sich überfordert.
Gurren, Töne & Quietschlaute:
„Sprich mit mir.“ – Dein Baby
möchte mit dir in Kontakt treten.
Mütter und Väter lernen die Körpersignale und Ausdrucksweisen ihres Babys mit der Zeit immer besser kennen. Das hilft dabei, auch feine Hinweise ihres Kindes besser wahrzunehmen, zu verstehen und passend darauf zu reagieren. Sich selbst zu beruhigen, schafft das Baby zunächst nur mit Unterstützung der Eltern. Nach und nach kann es sich dann immer besser selbst „regulieren“.