Manchmal schreit das Baby ununterbrochen, ohne dass Eltern einen Grund dafür finden. Und egal, was sie versuchen, um das Baby zu beruhigen: Nichts hilft. Dann melden sich neben Mitleid und Hilflosigkeit vielleicht auch Ärger und Wut. Doch diesen Emotionen dürfen auf keinen Fall Taten folgen, die das Kind gefährden. Besonders dem Impuls, das Kind zu schütteln, dürfen Eltern auf keinen Fall nachgeben.
Deshalb ist es wichtig, für überfordernde Situationen eine Ausstiegsstrategie parat zu haben. Zunächst einmal geht es darum, die aufsteigenden Gefühle wie Wut, Verzweiflung und Hilflosigkeit möglichst rasch bei sich selbst wahrzunehmen und angemessen darauf zu reagieren. Zum Beispiel:
Danach haben die meisten Eltern ihre Gefühle und Gedanken abgekühlt und können sich wieder entspannter um ihr Baby kümmern. Später lohnt es sich, in Ruhe zu überlegen, wann solche Episoden auftreten. Vielleicht gelingt es dann, sie von vornherein zu vermeiden.
Wer sich durch Babyschreien dauerhaft überfordert und überlastet fühlt, findet Rat und Unterstützung beispielsweise in einer Schreiambulanz (www.elternsein.info/ suche-schreiambulanzen), bei einer Hebamme oder in der Kinderarztpraxis, wo gegebenenfalls körperliche Ursachen für das andauernde Schreien ausgeschlossen werden können.
Die Telefonseelsorge unterstützt in schwierigen Lebenslagen telefonisch, per Mail, im Chat, per App oder vor Ort: www.telefonseelsorge.de