Donnerstag, 16:46 Uhr

Lebendiges Wasser

Im Wasser der Taufe neu geboren

Im Wasser der Taufe neu geboren

Im Mittelpunkt der Taufe steht, dass die /der Taufende den Täufling mit Wasser übergießt. Das Wasser versinnbildlicht, worum es in der Taufe geht: Reinigung, Belebung, Erfrischung, Neubeginn, Vorbereitung auf das Zusammensein mit den anderen.

Wasser bedeutet Leben. Auf vielfältige Weise zeigt sich in der Natur seine lebensschaffende Kraft. Wie schnell blüht an heißen Tagen alles wieder auf, wenn der ersehnte Regen fällt. Wie belebend ist die Dusche am Morgen. Wie sehr erfrischt ein Schluck Wasser nach einer langen Wanderung. Der Mensch muss trinken, um sein Leben zu erhalten. Auf alles kann er verzichten, auf Wasser nicht.

Zugleich gehört das reinigende Bad auch zum Eintritt in eine Gemeinschaft: Wer auf ein Fest geht, duscht sich, cremt sich vielleicht ein, legt einen Duft auf und zieht etwas Frisches an. Dann bin ich bereit für das Neue, das da auf mich zukommt.

Was Taufe ist

Taufe
ist das Eintauchen in Gott.
Leben ist nur möglich
durch Wasser,
Leben ist nur möglich
durch Gott.
Gott ist da für dich
im Wasser.
Er nimmt dich an,
so, wie du bist,
damit du in seiner Liebe glücklich leben kannst
und durch
Glaube, Hoffnung und Liebe alles Böse überwindest.
Weil dich Gott angenommen hat,
bist du jemand
und hast einen Namen.

Quelle unbekannt

Die Bibel erzählt im Johannes-Evangelium (Joh 4,1-26) von der Begegnung Jesu mit einer Frau aus Samaria, in der es um dieses neue Leben geht. Nicht von ungefähr findet diese Begegnung an einem Brunnen, dem Jakobsbrunnen statt. Das Wasser aus dem Brunnen kann den menschlichen Durst stillen. Doch für den „Durst nach Leben“, die Hoffnung, die über den Tod hinaus reicht, braucht der Mensch ein anderes Wasser. Jesus knüpft symbolisch an das Lebenselement Wasser an und bezeichnet sich selbst als „lebendiges Wasser“, das den Durst nach Leben für immer zu stillen vermag.

Um dieses „lebendige Wasser“ geht es der Kirche, wenn sie die Taufe im Zeichen des Wassers feiert. Gleichzeitig spricht sie davon, dass der Mensch im Wasser der Taufe wie Jesus zu „neuem Leben“ erweckt, ja neu geboren wird.

Wenn Eltern ihre Kinder taufen lassen, dann bringen sie damit den Wunsch für ihr Kind zum Ausdruck, dass es auf seinem Lebensweg mit Christus unterwegs sein soll, der es zur Quelle „lebendigen Wassers“ führt. In Gemeinschaft mit allen, die als Glaubende und Suchende nach Christus fragen, soll auch das getaufte Kind die Gewissheit haben, dass er, Christus, selbst mit ihnen durch gute und schlechte Zeiten geht und für sie zum rettenden Schluck Wasser in der Wüste wird.

Menschliches Leben ist immer auch bedrohtes Leben, ist von Geburt an ein Leben auf den Tod zu. Die Taufe blendet diese Wirklichkeit nicht aus, im Gegenteil: Im Zeichen des Wassers, im Untertauchen ist der Tod Jesu nachgebildet. Aber eben im Auftauchen auch seine Auferstehung – deshalb weckt die Botschaft der Taufe Hoffnung. Wer getauft ist, der ist damit selbst vom Tod zum Leben hinübergegangen. Er besitzt bereits in Jesus dieses „lebendige Wasser“, das seinen Lebensdurst für immer zu stillen vermag.

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