Sonntag, 12:44 Uhr

August 2015

Hurra, ich bin ein Schulkind!

Dominik (5) kommt jetzt in die Schule; das Abschiedsfest in der Kita hat er schon hinter sich. Er ist aufgeregt, freut sich aber auch sehr. Wie können wir ihn unterstützen?

Herzlichen Glückwunsch! Wenn Dominik sich auf die Schule freut, haben Sie bisher wohl alles richtig gemacht. Am besten machen Sie deshalb einfach genauso weiter wie bisher. Meiden Sie dabei alles, was nach „Training“ aussieht und Dominik unter Druck setzen könnte. Sonst gewinnt er womöglich doch noch den Eindruck, dass da eine riesige Herausforderung auf ihn zukommt und verliert seine unbefangene Vorfreude.

Gut tut es Ihrem Sohn dagegen, wenn Sie ihm das Gefühl geben, dass die ganze Familie sich mit ihm freut und ihn beim Start in die neue Umgebung begleitet. Dieses Gefühl von Zugehörigkeit mit Mitgetragen-sein wird seine Zuversicht weiter stärken:

  • Erzählen Sie ihm, wenn er danach fragt, von Ihren eigenen Einschulungs-Erlebnissen – aber bitte keine Horrorgeschichten, die ihn belasten könnten.
  • Nehmen Sie sich Zeit, mit ihm zusammen Ranzen, Mäppchen, Brotbox und andere Schulsachen zu beschaffen (wenn Sie das nicht schon erledigt haben). Vielleicht machen Sie sogar ein kleines Event daraus?
  • Bereiten Sie eine kleine private Einschulungsfeier vor, zu der die Familie am ersten Schultag samt Großeltern, Paten und anderen engen Freunden - zum Beispiel - bei einem Picknick zusammen kommt. Klar, dass dabei auch die Schultüte eine zentrale Rolle spielt - ein wichtiges Ritual für ABC-Schützen, das die Einschulung im wahrsten Sinne des Wortes versüßt.   

Was sonst noch zu tun bleibt:

  • Nicht nur für Dominik, auch für Sie als Eltern und seine Geschwister ändert sich mit dem ersten Schultag vermutlich der Zeitrahmen für das Familienleben. Am besten gewöhnen Sie sich schon ein paar Tage im Voraus daran. Planen Sie vor allem fürs Aufstehen und Frühstücken genug Zeit ein, damit Sie nicht in Hektik aus dem Haus müssen.
  • Kennt Dominik sich auf seinem zukünftigen Schulweg schon aus? Egal, ob an Papas Hand, mit dem Bus oder in Ihrem Auto: Je weniger „Abenteuer“ das für ihn bedeutet und je sicherer er sich unterwegs fühlt, desto besser.

Nicht zu vergessen: Sie als Familie befinden sich in einer „Übergangssituation“. Sie alle betreten „Neuland“. Sie lassen die Kita-Zeit hinter sich - und damit vertrauten Kreise, vor allem die ErzieherInnen und manche Spielgefährten bzw. Elternkontakte. Dieser Abschied löst bei Dominik möglicherweise Traurigkeit aus. Erklären Sie ihm dann, dass und wie er weiter Kontakt halten kann. Umgekehrt hilft es ihm, wenn Sie jetzt schon seinen Kontakt zu künftigen MitschülerInnen zwanglos (!) fördern. In Gesellschaft guter FreundInnen ist die Aufregung an den ersten Schultagen doppelt so schön!

Last not least: Hinterfragen Sie einmal Ihre eigene Einstellung zu Dominiks Schulstart. Trauen Sie ihm diesen Schritt zu? Oder zweifeln Sie an seinen Fähigkeiten? Mit welchen Gefühlen denken Sie an die eigene Schulzeit zurück? Die Bedeutung, die Sie selbst der Schule geben, kann sich auf Dominik übertragen. Versuchen Sie deshalb, eigene Negativ-Erfahrungen zurechtzurücken: Dominik wird eine andere Schule mit anderen LehrerInnen und anderen Kindern in einer anderen Zeit besuchen. Und er freut sich auf diese Chance zu lernen – nur darauf kommt’s an!

In unserer Rubrik Familie von A-Z finden Sie weitere interessante Artikel und Infos zu dem Thema Entwicklung des Kindes.

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