Dienstag, 18:18 Uhr

Körpergefühl nach der Geburt

Alles neu – alles anders?

Körpergefühl nach der Geburt

Schwangerschaft und Geburt verändern den Körper und das Körpergefühl vieler Frauen. Es ist nicht ungewöhnlich, sich deswegen unsicher zu fühlen oder als Frau sogar eine gewisse Entfremdung vom eigenen Körper zu erleben. Oft gibt es Druck von außen, schnell „wieder in Form“ zu kommen. Doch ein Körper, der über Monate hinweg neues Leben in sich getragen hat, muss sich gar nicht möglichst rasch (oder überhaupt) wieder wie vorher anfühlen. Und das ist völlig in Ordnung so.

Emotionale und körperliche 
Veränderungen

Die Geburt eines Babys ist eine unglaublich intensive und tiefgehende Erfahrung. Sie bringt sowohl emotionale als auch körperliche Veränderungen für die Mutter mit sich. Der weibliche Körper hat eine wahre Meisterleistung vollbracht und braucht nun Zeit, um sich zu erholen. In den Wochen nach der Geburt kann sich das neu und auch fremd anfühlen. Denn: Die körperlichen Veränderungen im Wochenbett sind häufig weitreichender als erwartet. Sie verdienen deshalb viel Aufmerksamkeit, Verständnis und Fürsorge.

Danke, lieber Körper. 

Du leistest Großartiges
während der Schwangerschaft,
bei der Geburt und in der Stillzeit.

Regeneration und Heilung

Der Körper startet nun viele Regenerations- und Heilungsprozesse: Dabei hilft der Wochenfluss. Die Gebärmutter bildet sich zurück. Mögliche Geburtsverletzungen oder Kaiserschnittnarben heilen und die Milchbildung läuft auf Hochtouren. Diese Veränderungen sind vollkommen natürlich. Allerdings brauchen sie Geduld und Zeit. Auch beim Thema Sex kann das veränderte Körpergefühl eine Rolle spielen.

Die Geburt hat den Hormonhaushalt stark verändert. Der Östrogen- und Progesteronspiegel sinken. Dies kann zu Stimmungsschwankungen führen: Viele Frauen berichten von Weinen, Reizbarkeit und einem Gefühl der Überforderung. Diese emotionalen Schwankungen sind vollkommen normal während dieser Phase.

Atempause

Fühl dich herzlich eingeladen, 
dir Zeit zu schenken – gönn dir 
DEINE Atempause, ganz bewusst:

  • Schau dir drei Dinge in deiner 
unmittelbaren Umgebung an. 
Nimm einfach wahr, was da ist, 
ohne zu bewerten.
  • Lenke deine Wahrnehmung anschließend auf zwei Geräusche, 
die an dein Ohr dringen.
  • Wende deine Aufmerksamkeit 
dann einem Geruch zu. 
Was kannst du riechen?

Schließe nun gerne deine Augen und atme ein und aus, ohne dabei deinen Atem zu verändern. Mit jedem Einatmen nimmst du den Moment wahr.

Mit jedem Ausatmen lässt du los. 
Vielleicht spürst du auch deinen 
Herzschlag.

Beende deine Atempause 
mit dem Satz: 
„Ich bin“.

Kerstin Steffe

Anerkennung und Selbstfürsorge

Wichtig ist, sich bewusst zu machen, dass dieser Prozess Zeit braucht. Der Körper hat Außergewöhnliches geleistet. Anstatt sich mit anderen zu vergleichen oder der Versuchung nachzugeben, sofort „wie früher“ sein zu wollen, tut es jetzt gut, sich selbst Anerkennung zu schenken und viel liebevolle Selbstfürsorge zu praktizieren.

Mit Geduld, Achtsamkeit und Fürsorge wird der Körper nach und nach wieder zu einem vertrauten Zuhause – ganz individuell im eigenen Tempo.

Or use your account on Blog

Error message here!

Hide Error message here!

Forgot your password?

Or register your new account on Blog

Error message here!

Error message here!

Hide Error message here!

Lost your password? Please enter your email address. You will receive a link to create a new password.

Error message here!

Back to log-in

Close