
Ich halte meine Tochter Mia zum ersten Mal im Arm. Wie soll ich ihn beschreiben, diesen Moment? – Mein Leben verändert sich, von einer Minute auf die andere. Ich empfinde ein Glücksgefühl, das ich mit keinem anderen vergleichen kann.
Jetzt sind Sarah und ich nicht mehr nur zu zweit. Unsere Tochter gibt jetzt den Rhythmus und die Richtung vor. Ja klar, manchmal fühle ich mich unsicher, besonders anfangs war das so. Aber inzwischen merke ich meistens, was Mia mag. Und anders als bei fremden Kindern habe ich häufig das Gefühl: Ich weiß, was ihr guttut. Ich achte aufmerksam auf ihre „Signale“ und reagiere angemessen darauf. Ich spüre, was sie braucht.
Es tut mir auch gut, dass Sarah und ich die Verantwortung für Mia gemeinsam schultern. Wir haben viel darüber gesprochen, wer von uns welche Aufgaben übernehmen kann. Und von Zeit zu Zeit schauen wir, ob es so passt oder ob wir etwas verändern müssen, damit keiner von uns zu kurz kommt.
Natürlich ist das manchmal alles ziemlich stressig. Doch unterm Strich überwiegt fast immer das Glücksgefühl. Ich kann mit meiner kleinen Tochter zusammen sein … und spüre ihr Vertrauen. Dann zählt für mich nur der Moment. Alles andere ist gar nicht so wichtig. Mia ist das Besondere.
Jan, 35

Als unser Sohn geboren wurde, ging vor dem Fenster des Kreißsaals gerade die Sonne auf. Es war unglaublich schön, Matteo endlich im Arm zu halten. Er drehte seinen Kopf und öffnete die Augen. Wir schauten ihn immer wieder an: Die kleine Nase, die wuscheligen schwarzen Haare, seine winzigen Hände …
Endlich zu Hause wurde uns allmählich bewusst: Das ist unser Kind. Es gehört ab jetzt zu uns. Matteo ist ein Geschenk. Ein einzigartiges Geschenk Gottes an uns. Manchmal fragen wir uns: Machen wir alles richtig? Und was ist eigentlich „das Richtige“?
Wir lieben unseren Sohn mit jedem Tag mehr und schenken ihm Geborgenheit. Wir versuchen, seine Bedürfnisse zu verstehen. Und wir lernen ihn immer besser kennen. Dass dabei vieles einfach nicht in unserer Hand liegt, empfinden wir als entlastend. Wir vertrauen darauf, dass Gott ihn behütet und in seinem Segen bewahrt.
Die ersten Wochen waren ziemlich turbulent. Vieles mussten wir erst üben. Die Familie wollte den Zuwachs kennenlernen. Manche Jobtermine drängten. Aber Matteo machte es uns leicht: Wir sind jetzt in unserem neuen Leben als Familie angekommen.
Laura, 30
Irgendwann, lange bevor ich schwanger wurde, hatte ich diese Legende gehört: Dass Gott jedem Kind in dem Moment, in dem es geboren wird, einen Kuss mit auf den Weg gibt. Als Marie im Kreißsaal auf meinem Bauch lag und mich aus großen, unergründlich tiefen Augen anschaute, wusste ich: Ja, so ist es!
Katrin, 28